Die beliebtesten Urlaubsregionen der Türkei im Überblick, Teil 3

Die beliebtesten Urlaubsregionen der Türkei im Überblick, Teil 3

Ob Bade- oder Aktivurlaub, Städtetrip oder Streifzüge durch die Natur, ausgedehnte Einkaufsbummel oder Sightseeing: Die Türkei hat so viele Facetten, dass jeder einen Aufenthalt ganz nach seinem Geschmack gestalten kann. Doch gerade diese Vielfalt macht es gar nicht leicht, das passende Ziel für sich zu finden. Als kleine Hilfestellung geben wir in einer Beitragsreihe einen Überblick über die beliebtesten Urlaubsregionen.

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Die beliebtesten Urlaubsregionen der Türkei im Überblick, Teil 3

Dabei haben wir in den beiden vorhergehenden Teilen die türkische Riviera und die türkische Ägäis vorgestellt. Jetzt, im letzten Teil 3, geht es mit Istanbul, Pamukkale und Kappadokien weiter:

Istanbul

Offiziell ist inzwischen zwar Ankara die Hauptstadt der Türkei. Doch Istanbul ist zweifelsohne noch immer so etwas wie die heimliche Hauptstadt des Landes. Die riesige Millionenmetropole am Bosporus streckt sich über den europäischen und den asiatischen Kontinent aus und schafft in einer faszinierenden Art den Spagat zwischen Orient und Okzident.

Eine weitere und nicht minder eindrucksvolle Besonderheit ist, dass das einstige Konstantinopel schon über 3.000 Jahre alt ist. Damit gehört Istanbul zu den ältesten, noch bestehenden Städten der Welt.

Viele Bauwerke in Istanbul stammen aus der Zeit des osmanischen Reichs und sind durch ihre Architektur wunderbare Zeugen der langen und bewegten Geschichte. Umso spannender ist der Kontrast, wenn sich uralte, prächtige Paläste in den Glasfassaden modernster Bürotürme spiegeln.

Die Skyline enthält Moscheen und Kirchen. Während aus einer urigen Kneipe traditionelle Folklore zu hören ist, erklingt aus der hippen Bar nebenan modernster Jazz. In die Kunstmuseen strömen Besucher aller Altersklassen, in den Freiluftdiskotheken feiern Einheimische genauso wie Urlauber.

Ein Tag reicht aus, um festzustellen, dass Istanbul die östlichste Stadt in Europa und gleichzeitig die westlichste Stadt des Orients ist.

Generell lässt sich die Millionenmetropole in drei große Zentren gliedern, die alle jeweils ihren eigenen Charme haben. Der historische Stadtkern ist Sultanahmet. Hier gruppieren sich die weltberühmten Sehenswürdigkeiten wie die Hagia Sophia, die Blaue Moschee, der Topkapi-Palast oder der Große Basar.

Das Geschäftszentrum Istanbuls erstreckt sich zwischen dem Tünel-Platz und Levent. Auf der asiatischen Seite wiederum reihen sich in der Bagdad-Allee noble Wohnhäuser mit Blick aufs Marmarameer aneinander.

Pamukkale

Nicht weit von der Stadt Denizli an der Ägäis-Küste im Südwesten der Türkei entfernt, erwartet den Urlauber mit Pamukkale eine der bedeutsamsten Attraktionen der gesamten Türkei. Berühmt ist der Ort für seine Terrassen aus weißem Kalkstein.

Die einzigartigen Terrassen gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO und lassen ein Bild entstehen, das fast surreal wirkt. Verantwortlich für das Naturschauspiel sind Thermalquellen.

Ihr heißes Wasser, das Kalk, Kalzium und Kohlensäure enthält, verdunstete und hinterließ Ablagerungen, die aussehen wie Watte oder die Büschel von Baumwolle. Daher kommt auch der Name, denn Pamukkale bedeutet auf Deutsch Baumwollburg.

Neben den Kalksteinterrassen kann sich der Urlauber gleich noch die antike Stadt Hierapolis anschauen. Sie liegt strategisch günstig oberhalb eines Berges und punktet mit Bauwerken wie dem Amphitheater, dem Apollotempel, dem Stadttor und Gräbern.

Das griechische Hierapolis wurde 190 vor Christus gegründet und es ist erstaunlich, wie viele Bauten der Stadt noch immer gut erhalten sind. Im Jahr 133 wurde die Stadt Teil der römischen Provinz Asia. Historiker vermuten, dass Hierapolis früher ein wichtiger Kurort war, der von der Nähe zu Pamukkale profitierte.

Das Thermalwasser bot sich aber nicht nur für heilsame und wohltuende Bäder an, sondern eignete sich auch hervorragend, um Wolle zu färben. Die Webereien und der Handel mit Textilien verhalfen dem Ort zu großem Reichtum, der in den prächtigen Bauwerken zum Ausdruck kam.

Kappadokien

In Zentralanatolien erwartet den Urlauber mit Kappadokien ein wirklich faszinierendes Reiseziel. Die Landschaft in der Region ist durch den Ausbruch zweier Vulkane vor rund 50 Millionen Jahren geprägt.

Die dicke Lavaschicht, die aus Basalt, Sand und Asche besteht, hat sich im Laufe der Jahrtausende zu Tuffstein verfestigt. Weil Tuffstein aber recht weich ist, haben sich die Gesteinsformationen durch den Einfluss von Wasser und Wind verformt.

Auf diese Weise entstanden abstrakte und bizarre Formationen, die grandiose Fotomotive liefern.

Auch die Menschen erkannten schnell, dass sich Tuffstein sehr gut bearbeiten lässt. Also begannen Siedler, Höhlen zu bauen. So entstand ein Höhlensystem, in dem die Menschen Schutz und Wohnraum fanden. Heute fühlt sich der Urlauber in ein Märchenland versetzt, wenn er die ungewöhnlichen Städte erkundet.

Fast schon magisch wirkt der Anblick von Kappadokien vom Heißluftballon aus. Die Vogelperspektive eröffnet die Möglichkeit, die ganze Schönheit der außergewöhnlichen Region zu erfassen. Und weil sich sehr viele Besucher für eine Ballonfahrt entscheiden, sorgen auch die vielen bunten Heißluftballons am Himmel für ein herrliches Bild.

Die schmalen Bergspitzen und die malerischen Täler dazwischen machen Kappadokien außerdem zu einem spannenden Wandergebiet. Besonders schön sind zum Beispiel Touren durch die Region Rose Valley. Unzählige rosarote Felsen gaben der Region ihren Namen, in der schon seit der byzantinischen Zeit ein edler Wein angebaut wird.

Während es durch das Rose Valley einen Wanderweg gibt, der bis zur roten Schlucht führt und leicht zu begehen ist, ist eine Tour durch das Ihlara Valley etwas anspruchsvoller. Denn der rund 15 Kilometer lange Weg geht bis zu 150 Meter tief in eine Schlucht hinein.

Dafür kann der Urlauber bei dieser Tour ebenso einzigartige Meisterwerke der Natur bestaunen. Und auch von Menschenhand geschaffene Bauwerke kommen nicht zu kurz. So gibt es in dem Gebiet zahlreiche Höhlenbauten und Felskirchen, die byzantinische Mönche hinterlassen haben.

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Emine Gülcan - offizielle Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Ali Tiyekli Immobilienmakler, Malek Sahouri - Reiseblogger, Mehmet Keskin -Rechtsberater und Christian Gülcan - Gründer EG Istanbul Service, (Vermittler in D-A-CH, Unternehmer und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele wertvolle Immobilien-Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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