Die schönsten Sehenswürdigkeiten aus dem alten Konstantinopel, Teil 3

Die schönsten Sehenswürdigkeiten aus dem alten Konstantinopel, Teil 3

Mal ist es ein großes, namhaftes Bauwerk, mal ein kleiner, unscheinbarer Innenhof und mal sind es Reste von den typischen, roten Ziegelmauern: Wenn der Reisende mit offenen Augen durch Istanbul spaziert, wird er an vielen Orten auf Spuren der byzantinischen Vergangenheit stoßen.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten aus dem alten Konstantinopel, Teil 3

Denn auch wenn die Bosporus-Metropole eine lange und bewegte Geschichte hinter sich hat, sind viele antike Zeugnisse erhalten geblieben.

Möchte der Reisende in die Geschichte eintauchen, kann er vor Ort eine Sightseeing-Tour buchen, die ihn zu historischen Plätzen führt. Aber er kann sich auch auf eigene Faust auf Spurensuche begeben. Als kleine Anregung nennen wir in einer mehrteiligen Liste die schönsten Sehenswürdigkeiten aus dem alten Konstantinopel.

Hier ist Teil 3.:

Die Seemauern am Goldenen Horn

Am Goldenen Horn münden die Flüsse Alibeyköy Deresi und Kagithani Deresi in den Bosporus. Die Bucht, die einst zu den wichtigsten Häfen der Stadt gehörte, grenzt im Norden an die Konstantinopler Halbinsel an.

Die Seemauern, die um das Goldene Horn herumführten, waren nicht besonders gut befestigt. Das war aber auch nicht unbedingt notwendig. Denn es gab eine Eisenkette, die über die Bucht gespannt war und so Schiffen die Zufahrt versperrte. Diese Eisenkette sollte bei der Eroberung Konstantinopels eine entscheidende Rolle spielen.

Den Osmanen gelang es nämlich nicht, die Kette zu überwinden. Also wählten sie einen anderen Weg: In der Nacht brachten sie ihre Schiffe über Land in die genuesische Siedlung Galata und von dort aus weiter ins gegenüberliegende Goldene Horn. Der Angriff am nächsten Morgen kam für die Byzantiner so überraschend, dass den Osmanen die Eroberung der Stadt schließlich gelang.

Die Reste der Seemauern am Goldenen Horn kann sich der Reisende im Viertel Balat-Fener anschauen. Ein Teil der Eisenkette ist im Istanbuler Marine Museum ausgestellt.

Die Rumelische Festung

Um die Eroberung Konstantinopels vorzubereiten, errichteten die Osmanen die Rumelische Festung. Sie steht dort, wo der Bosporus am schmalsten ist. Die Bauzeit dauerte nur wenige Monate. Zusammen mit der Anatolischen Festung auf der asiatischen Seite sollte die Rumelische Festung vor Truppen schützen, die als Verstärkung über das Schwarze Meer nachrückten.

Macht der Reisende eine Rundfahrt auf dem Bosporus, kommt er an beiden Festungen vorbei. Heute ist die Rumelische Festung ein beliebtes Ausflugsziel. Von hier aus kann der Reisende einen tollen Anblick auf den Bosporus genießen und im hübschen Park die Seele baumeln lassen.

Ein Ausflug zur Anatolischen Festung hingegen lohnt sich nicht unbedingt. Denn dort gibt es nur ein kleines Dorf mit einigen Restaurants.

Die Georgskathedrale

Nicht weit von der Busstation Fener am Goldenen Horn entfernt, befindet sich die Georgskathedrale. Im Jahr 1.600 erbaut, war und ist sie das Orthodoxe Patriarchat von Konstantinopel. Die prächtige Kirche kann der Reisende kostenlos besichtigen.

Und mit etwas Glück begegnet er dem orthodoxen Patriarchen Bartholomäus I. Er ist der Bischof von Istanbul und gleichzeitig das Oberhaupt aller orthodoxen Christen.

Das Grab von Sultan Mehmet dem Eroberer

Osmanische Sultane wurden in sogenannten Türben bestattet. Eine Türbe ist ein kleines Mausoleum, in dem der Sarg offen aufgebahrt ist. Die Türbe von Sultan Mehmet dem Eroberer befindet sich im Komplex der Fatih Moschee. Fatih bedeutet übersetzt soviel wie Sieger oder Eroberer. Das Gebäude befindet sich auf einem der sieben Hügel von Konstantinopel, und zwar dort, wo einst die Apostelkirche stand.

Die Apostelkirche war der Hauptsitz des Patriarchen von Konstantinopel und zugleich die Grabesstätte der byzantinischen Kaiser. Die Osmanischen Sultane ließen die Kirche abreißen. Denn zum einen war sie seit dem vierten Kreuzzug ohnehin verfallen. Und zum anderen soll sie dadurch, dass sie auf einem der höchsten Punkte von Konstantinopel stand, das Stadtbild zu sehr geprägt haben.

Heute sind zwei Sarkophage der byzantinischen Kaiser im Archäologischen Museum ausgestellt, ein weiterer Sarkophag befindet sind im Innenhof der Hagia Irene.

Bei der Gelegenheit kann sich der Reisende auch gleich die Markian Säule anschauen. Sie steht an der Ecke zwischen der Kizanlik Straße und der Yesil Tekke Kuyulu Gasse. Die Säule wurde zum Gedenken an den Oströmischen Kaiser Markian errichtet.

Lohnenswert ist außerdem ein Abstecher zur Eyüp Sultan Moschee. Nicht weit vom Pierre Loti Hügel entfernt, befindet sich in der Moschee das Grab von Eyüp. Er soll der Fahnenträger des Propheten Mohammed gewesen sein und verstarb, als Konstantinopel im 7. Jahrhundert zum ersten Mal belagert wurde.

Der Triumphbogen und die Goten Säule

Die Hauptstraße von Konstantinopel war einst die Ordu Straße. Sie fürhte durch das Theodosius Forum. Am Straßenrand, auf Höhe der Darphane Gasse, kann sich der Reisende die Überreste des alten Triumphbogens anschauen.

Nicht weit davon entfernt, trifft er dann noch auf die Ruinen der Simkeshane. Das war eines der ersten Gebäude, die Mehmet der Eroberer nach der Eroberung Konstantinopels bauen ließ.

Die Gotensäule thront im Gülhane Park außerhalb der Topkapi Palastmauern. Kaiser Konstantin soll sie zur Erinnerung an den Sieg von Ostrom gegen die Goten in Auftrag gegeben haben. Die Säule ist gut erhalten und der schöne Park lädt dazu ein, eine kleine Verschnaufpause einzulegen.

Das Archäologische Museum

Geballte Geschichte kann der Reisende im Archäologischen Museum erleben. Die Ausstellungsstücke beginnen in der Zeit, als Istanbul noch Byzantion hieß – und damit weit vor der Gründung Konstantinopels. Weiter geht es dann mit Istanbul als Hauptstadt des Römischen, des Oströmischen, des Byzantinischen und des Osmanischen Reiches.

Von Funden, die die frühesten Besiedlungen innerhalb der alten Stadtmauern belegen, bis hin zu Exponaten aus weniger antiker Vergangenheit ist somit alles vertreten. Das Museum befindet sich in der Altstadt, direkt neben dem Topkapi Palast.

Zwei Tipps zum Schluss

Für seine Sightseeing-Tour sollte sich der Reisende den Istanbul Museum Pass besorgen. Er kostet 185 Türkische Lira (das sind umgerechnet rund 30 Euro) und ist fünf Tage lang gültig.

Der Pass beinhaltet den Eintritt für fast alle Sehenswürdigkeiten in Istanbul, angefangen bei der Hagia Sophia und dem Topkapi Palast über die Rumelische Festung bis hin zum Archäologischen Museum oder dem Museum für Islamische und Türkische Kunst. So spart der Reisende bares Geld.

Wichtiger ist aber, dass er sich die mitunter sehr langen Warteschlangen erspart. Erhältlich ist er Pass an den Kassen von allen Sehenswürdigkeiten, die im Preis enthalten sind.

Außerdem sollte sich der Reisende die Istanbulkart zulegen. Damit hat er ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr. Er kann mit der Karte also mit der Metro, der Straßebahn, Bussen und Fähren fahren.

Auf die Karte lädt er sich das gewünschte Guthaben auf und muss so nicht jedes Mal ein neues Ticket kaufen. Gleichzeitig bekommt er einen Rabatt auf den regulären Fahrpreis.

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