FAQ zum Langzeiturlaub in der Türkei, 1. Teil

FAQ zum Langzeiturlaub in der Türkei, 1. Teil

Spätestens wenn die Tage spürbar kürzer werden und sich zunehmend nasskaltes Wetter breit macht, träumen viele davon, dem Schmuddelwetter zu entfliehen. Ein Langzeiturlaub irgendwo in südlichen Gefilden ist da natürlich eine prima Lösung. Ein Zielland wiederum, das sich bestens für einen Langzeiturlaub eignet, ist die Türkei.

Rürkei

Zwar gehen auch hier die Temperaturen ein ganzes Stück zurück. Aber das Klima ist immer noch mild und viel angenehmer als in Deutschland. Hinzu kommen die nicht zu lange Flugzeit, die günstigen Preise und natürlich die herzliche Gastfreundschaft.

Auf der anderen Seite tauchen regelmäßig einige Fragen auf.

Wir haben deshalb in einem mehrteiligen Beitrag die FAQ zum Langzeiturlaub in der Türkei zusammengestellt – und geben Antworten!:

 

  1. Wie teuer ist ein Langzeiturlaub in der Türkei?

Die politischen Entwicklungen haben es der Tourismusbranche nicht leicht gemacht. Viele Urlauber waren verunsichert und so blieben zahlreiche Hotelzimmer und Strandliegen leer. Doch allmählich scheint sich die Lage zu entspannen. Jedenfalls steigen die Besucherzahlen wieder deutlich an. Das macht sich auch an den Preisen bemerkbar. Vor allem ein Sommerurlaub ist wieder ein ganzes Stück teurer geworden.

Doch im Winter gibt es sehr kostengünstige Angebote für Langzeiturlaube. Ganz aktuell kommt noch der niedrige Kurs der türkischen Lira dazu, von dem Touristen vor Ort profitieren. In der Wintersaison 2018/2019 ist ein 28-Tage-Urlaub in einem sehr guten Hotel inklusive Flug schon ab rund 750 Euro zu haben. Im Sommer würde die gleiche Reise gut und gerne das Dreifache kosten.

Die Monatsmiete für eine Ferienwohnung bewegt sich je nach Ort, Lage und Ausstattung in einem Rahmen zwischen 250 und 500 Euro. Wasser, Strom und Gas sind im Preis inbegriffen. Weitere 500 Euro sollte der Urlauber pro Monat für Restaurantbesuche, Ausflüge, Einkäufe und andere Ausgaben einplanen.

 

  1. Wie ist das Wetter im Herbst und Winter in der Türkei?

In den Küstenregionen kann es auch im Winter warme und sonnige Tage geben. Doch Regen ist genauso gut möglich, wenngleich er oft nicht sehr lange anhält. Insgesamt bewegen sich die Durchschnittstemperaturen zwischen November und Februar in einem Bereich zwischen 10 und 20 Grad Celsius. Wärmer als in Deutschland ist es damit allemal.

Und die größeren Hotels, die ganzjährig Touristen einladen und auf Langzeiturlauber ausgerichtet sind, haben in aller Regel ohnehin ein Hallenbad oder gleich einen ganzen Spa-Bereich.

Speziell in Istanbul ist es im Herbst und im Winter oft bewölkt und regnerisch. Sogar ein paar Schneeflocken sind drin. Wind am Bosporus und Nebel in den Morgenstunden gehören zum Istanbuler Winterwetter ebenfalls dazu. Tagsüber sinken die Temperaturen aber trotzdem nur selten unter die 10-Grad-Marke. Mit leichter Winterkleidung im Gepäck ist der Urlauber für einen Langzeiturlaub in Istanbul in der kühleren Jahreszeit also bestens ausgestattet.

 

  1. Ist für einen Langzeiturlaub ein Visum notwendig?

Deutsche Staatsbürger dürfen innerhalb eines Halbjahres bis zu 90 Tage lang in der Türkei urlauben. Für diesen Zeitraum wird kein Visum benötigt. Möchte der Langzeiturlauber länger als 90 Tage in der Türkei bleiben, muss er ein Visum beantragen. Das Visum kann er sich entweder vor Reisebeginn in einem türkischen Konsulat oder im ersten Monat nach der Ankunft vor Ort in der Türkei besorgen.

Früher war es möglich, das Visum auch bei einem längeren Aufenthalt zu umgehen. Dazu musste der Urlauber nämlich einfach nur kurz aus der Türkei ausreisen. Unternahm er beispielsweise einen Ausflug auf eine griechische Insel, begann durch die Aus- und Wiedereinreise die 90-Tage-Frist von vorne.

Inzwischen funktioniert dieser Trick aber nicht mehr! Denn der visumsfreie Aufenthalt von 90 Tagen bezieht sich auf einen Zeitraum von einem halben Jahr – oder um es ganz genau zu machen, auf 180 Tage.

 

  1. Welche Orte bieten sich für einen Langzeiturlaub im Winter an?

Die meisten Langzeiturlauber überwintern in der Provinz Antalya. Hier finden sich berühmte Badeorte wie Alanya, Belek und Side. Auch im Winter bleiben die meisten Hotels, Restaurants und Geschäfte offen. In Alanya leben viele deutsche Auswanderer und auch die Hotels sind auf deutsche Gäste eingestellt. Damit wird es recht leicht, Kontakte zu knüpfen und Anschluss zu finden. Möchte der Urlauber gerne in einem großen Clubhotel Urlaub machen, ist er in Side gut aufgehoben.

An der Lykischen Küste zählen die Orte Fethiye, Kalkan und Kas zu den sehr beliebten Winter-Reisezielen. Dabei sind es vor allem Gäste aus England, die hier ihren Langzeiturlaub verbringen. An der türkischen Ägäis zieht es Wintergäste hauptsächlich nach Bodrum und Kusadasi.

Istanbul wiederum ist unabhängig von der Jahreszeit ein spannendes Ziel. Schließlich gibt es in der Millionenmetropole so viel zu entdecken, dass das Klima zur Nebensache wird. Und tatsächlich ist es in der kalten Jahreshälfte sogar angenehmer, auf Erkundungstour zu gehen, als in der Sommerhitze.

 

  1. Lohnt sich ein All-Inclusive-Angebot?

Bucht der Urlauber seinen Langzeiturlaub als All-Inclusive-Reise, muss er sich um nichts weiter kümmern. Die Flüge, die Transfers zwischen Flughafen und Hotel, die Unterkunft und die komplette Verpflegung mit Getränken sind im Preis inbegriffen. Die Kosten lassen sich dadurch sehr gut kalkulieren. Denn viel mehr als ein bisschen Taschengeld für Ausflüge und Unternehmungen braucht der Urlauber nicht.

Tatsächlich ist der Langzeiturlauber mit einem Pauschalangebot auch am besten beraten. Sich eine Individualreise aus Flug und Hotel zusammenzustellen, rechnet sich meist nicht. Und auch mit einer Ferienwohnung spart der Urlauber kein Geld. Denn er muss sich nicht nur um die Flüge und die Transfers kümmern, sondern auch für seine Verpflegung sorgen. Natürlich muss ein All-Inclusive-Urlaub nicht bedeuten, dass sich der Reisende ständig im Hotel aufhält und weder Cafés noch Restaurants besucht.

Tatsächlich wäre das sehr schade. Aber mit den günstigen Angeboten der Hotels kann eine andere Reiseform nicht mithalten. Warum? Die Hauptsaison in der Türkei geht von Juni bis September. April und Mai sowie Oktober und November zählen zur Nebensaison.

In der Hauptreisezeit sind die Hotels gut ausgelastet. Auch in der Nebensaison ist die Auslastung noch in Ordnung. Doch im Winter sinken die Besucherzahlen deutlich. Damit die Hotels nicht schließen müssen, bieten sie sehr günstige Angebote an. Und unterm Strich wird es umso kostengünstiger, je länger der Urlaub andauert.

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Veröffentlicht von

Redakteure

Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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