Tipp: Ein Abstecher nach Pamukkale

Tipp: Ein Abstecher nach Pamukkale

Grandiose Anblicke und beeindruckende Erlebnisse, die einmalig sind und unvergesslich bleiben – das möchten die meisten Touristen von ihren Reisen mitnehmen. Und in Istanbul sind solche Momente fast schon garantiert.

Denn die Metropole am Bosporus ist wahrlich imposant und hält unzählige Highlights, die weltweit wirklich einmalig und zweifellos sehenswert sind, bereit.

Aber in der Türkei gibt es eben auch noch jede Menge andere Orte, zu denen sich ein Abstecher lohnt.

Und einer dieser Ort ist Pamukkale.

Im Westen der Türkei, an der türkischen Ägäis trifft der Reisende auf herrliche Strände, kristallklares Wasser, idyllische Buchten und entzückende Städte. Dazu kommen etliche historische Stätten und antike Schätze, die entdeckt und bestaunt werden können.

Zu diesen Schätzen zählt auch Pamukkale. Ins Deutsche übersetzt, heißt Pamukkale soviel wie Baumwollburg. Und wenn der Reisende vor Ort ist, wird er schnell verstehen, woher die berühmten Kalksteinterrassen ihren Namen haben.

Wenn der Reisende in der Türkei unterwegs ist, lohnt sich ein Abstecher nach Pamukkale jedenfalls wirklich. Denn es wäre schade, wenn er sich das Naturschauspiel entgehen lässt. Und um schon einmal einen kleinen Vorgeschmack zu geben, stellen wir Pamukkale als Tipp für einen Ausflug vor.

 

Thermalwasser und schneeweiße Terrassen

Pamukkale liegt nicht weit von der Stadt Denizli entfernt im Südwesten der Türkei und dürfte den meisten wegen der einmaligen Kalksteinterrassen ein Begriff sein. Die strahlendweißen Terrassen, die im Licht der Sonne wie Schnee glitzern und funkeln, gehören schon seit vielen Jahren zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Entstanden sind die Terrassen aus heißem, kalkhaltigem Thermalwasser, das verdunstet ist und diese Ablagerungen zurückgelassen hat. Und weil die Ablagerungen aussehen wie Watte oder luftige Baumwollbüschel, erhielt der Ort den Namen Baumwollburg.

Die alten Römer erkannten schon vor rund 2.000 Jahren, dass das warme Thermalwasser, das da aus den Quellen sprudelte, eine heilende Wirkung hat. In der Folge wurde Pamukkale zu einem Kurort. Viele Patienten, die an Rheuma erkrankt waren oder Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System hatten, reisten hierher, um ihre Leiden bei einem Bad im warmen Heilwasser zu kurieren. Vor allem im zweiten und dritten Jahrhundert nach Christus erlebte Pamukkale dann seine Blütezeit als Kurort.

 

Naturschutz geht vor 

Doch der Ansturm von Kurgästen und Touristen blieb natürlich nicht ohne Folgen. Im Laufe der Jahrhunderte verwandelten sich die wunderschönen, schneeweißen Terrassen immer mehr in schmutzige und verdreckte Steinformationen.

Zum Schutz des Naturphänomens hat die Regierung auf diese Entwicklungen reagiert: Seit mittlerweile gut 20 Jahren ist es nicht mehr erlaubt, in den Naturbecken zu baden. Möchte der Reisende die Terrassen betreten, ist das nur noch barfuss möglich. Außerdem wurden viele Hotels in der näheren Umgebung der Kalksteinterrassen geschlossen oder gleich komplett abgerissen.

Diese Maßnahmen haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Heute hat Pamukkale seine anmutige Schönheit und die strahlend weiße Farbe wieder zurück. Und für Touristen gibt es ein zusätzliches Bonbon. Es wurden nämlich künstliche Becken eingerichtet. Hier kann der Reisende ein Bad nehmen und dabei den herrlichen Blick auf die Kalksteinterrassen genießen. Und er kann bestaunen, wie auch heute noch kalziumreiches und kohlensäurehaltiges Thermalwasser aus den Quellen plätschert.

 

Extra-Tipp: Pamukkale am Abend

Pamukkale ist bekannt und wird tagsüber deshalb zum Ziel sehr vieler Touristen. Gegen Abend wird es deutlich ruhiger. Wenn der Reisende die Möglichkeit hat, erst später hinzufahren oder länger vor Ort zu bleiben, sollte er die Gelegenheit daher nutzen.

Denn zum einen kann er das faszinierende Naturschauspiel natürlich besser genießen, wenn er den Ort mit nur wenigen anderen Besuchern teilen muss. Und zum anderen zaubert die Abendsonne ein wunderbares Licht und lässt die Terrassen noch einmal in ganz anderen Farben leuchten.

 

Von Pamukkale nach Hierapolis

Nur einen Steinwurf von Pamukkale entfernt, oberhalb des Berges, kann der Reisende noch ein weiteres Highlight bestaunen. Hier befindet sich nämlich das antike Hierapolis. In der altgriechischen Stadt trifft der Reisende auf den Apollotempel, das alte Stadttor, Nekropole und ein großes Amphitheater.

Das Amphitheater gehört zu den am besten erhaltenen antiken Theatern in der Türkei. Und es ist ein besonderes Erlebnis, in diesem altehrwürdigen Amphitheater zu sitzen und den Blick durch die Landschaft schweifen zu lassen.

Hierapolis wurde im Jahr 190 vor Christus gegründet und später Teil der römischen Provinz Asia. Forscher gehen davon aus, dass Hierapolis eine sehr bedeutende Stadt gewesen sein muss. Dafür sprechen zum einen das imposante Amphitheater, der viele verbaute Marmor und die Kalksteinterrassen von Pamukkale als Kurort am Fuße des Berges.

Zum anderen bescherten der Textilhandel und Handwerkskünste wie Färbereien und Webereien der Stadt großen Reichtum. Denn die Einwohner nutzten das Wasser der Kalksteinterrassen nicht nur für heilsame Bäder, sondern auch beim Färben von Wolle und Stoffen. Und wenn der Reisende schon in der Gegend ist, kann er gleich noch einen kleinen Abstecher ins ebenfalls nicht weit entfernte Ephesus machen. Auch diese antike Stadt ist gut erhalten und bietet Geschichtsfans tolle Sehenswürdigkeiten.

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Veröffentlicht von

Redakteure

Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteuer dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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