FAQ zum Langzeiturlaub in der Türkei, 2. Teil

FAQ zum Langzeiturlaub in der Türkei, 2. Teil

Die Türkei eignet sich prima für einen Langzeiturlaub im Winter. Denn der Flug dauert nicht allzu lange und die Preise sind recht günstig. Hinzu kommt die herzliche Gastfreundschaft, die es leicht macht, sich schnell wohlzufühlen.

Türkei

Für ausgiebige Sonnenbäder wird es zwar auch in der Türkei zu kalt sein. Aber milder und angenehmer als im winterlichen Deutschland ist das Klima allemal. Und viele verreisen ganz bewusst im Herbst und Winter, weil es ihnen im Sommer einfach viel zu heiß – und auch zu voll – ist.

Doch spätestens wenn die Planungen konkreter werden, stellen sich einige Fragen. Wir haben deshalb eine zweiteilige Liste mit FAQ zum Langzeiturlaub in der Türkei zusammengestellt. Dabei haben wir im 1. Teil die Fragen nach den Kosten, dem Wetter und dem Visum geklärt.

Außerdem haben wir beantwortet, welche Orte sich für den Langzeiturlaub eignen und ob sich ein All-Inclusive-Angebot lohnt.

Hier geht’s nun weiter mit dem 2. Teil:

 

  1. Was gehört bei einem Langzeiturlaub in der Türkei in den Koffer?

Zunächst einmal gehören die Dinge in den Reisekoffer, die der Urlauber halt so braucht. Neben den Reiseunterlagen, dem Ausweisdokument, Geld und Kleidung können das zum Beispiel die Sportsachen oder Medikamente sein. Beim Überwintern in der Türkei sollte der Urlauber außerdem eine Regenjacke einpacken. Denn zwischen November und März regnet es immer wieder.

Verbringt der Reisende seinen Urlaub an der Südküste, ist er mit einem dicken Pulli oder einer dünneren Jacke auf der sicheren Seite. Weiter im Landesinneren oder an der Schwarzmeerküste sollte er hingegen die volle Winterausstattung mit dicker Jacke, Mütze, Schal und Handschuhen im Gepäck haben. Andersherum sollte der Urlauber aber auch seine Badesachen mitnehmen. Denn in vielen größeren Hotels gibt es ein Schwimmbad. Und selbst wenn nicht, kann er seinen Aufenthalt nutzen, um sich im Hamam zu entspannen.

Allerdings muss der Reisende nicht für jeden Tag frische Klamotten mitnehmen. Bei einem längeren Urlaub würde das die zulässige Menge an Gepäck vermutlich ohnehin überschreiten. Und praktisch jedes Hotel bietet einen Wäscherei-Service. Darauf kann der Reisende zurückgreifen, wenn er seine Sachen nicht selbst von Hand durchwaschen möchte.

 

  1. Wie sieht es mit Aktivitäten im Winter aus?

Hotels, die ganzjährig geöffnet haben, halten natürlich auch für Langzeitgäste im Winter verschiedenste Angebote bereit. Dabei reicht die Palette von Yoga über Wanderungen und Kochkurse bis hin zu Tanzveranstaltungen.

Ansonsten kann sich der Urlauber die Sehenswürdigkeiten in der Region anschauen, entweder im Rahmen eines organisierten Ausflugs oder auf eigene Faust. Sogar Abstecher zu weiter entfernten Orten sind problemlos möglich. Gerade außerhalb der Saison sind Inlandsflüge zum Teil schon für deutlich unter 20 Euro zu haben.

Und generell senken viele Anbieter von Ausflügen im Winter die Preise. Ein weiterer Vorteil ist, dass weit weniger Besucher da sind. Statt lange in der Schlange zu warten, kann sich der Urlauber dadurch alles ungestört und ganz in Ruhe anschauen.

 

  1. Ist eine Reisekrankenversicherung sinnvoll?

Die europäische Krankenversicherungskarte hat in der Türkei keine Bedeutung. Denn sie ist hier nicht gültig und wird auch nicht akzeptiert. Sollte der Reisende einen Arzt oder eine Behandlung im Krankenhaus brauchen, muss er die Kosten deshalb normalerweise vorstrecken. Nach seiner Rückkehr kann er die Rechnung dann bei seiner Krankenkasse vorlegen und eine Erstattung beantragen.

Hinzu kommt, dass der Reisende in aller Regel als Privatpatient behandelt wird. Dadurch sind die Kosten aber meist höher als das, was durch die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt ist. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

So eine Versicherung kostet je nach Alter und Leistungsumfang zwischen zehn und 50 Euro für die gesamte Reisedauer. Bleibt der Urlauber länger als zwei Monate vor Ort, braucht er eine Langzeit-Versicherung. Sie schlägt mit ungefähr 35 Euro pro Monat zu Buche.

 

  1. Wie kann der Urlauber mit Familie und Freunden in Kontakt bleiben?

In den größeren Hotels und an vielen öffentlichen Plätzen steht kostenloses WIFI zur Verfügung. Nutzt der Urlauber Messenger-Dienste, um via Internet Nachrichten zu verschicken oder zu telefonieren, entstehen ihm so keine Extrakosten. Eine andere Möglichkeit ist, dass der Urlauber eine App für mobiles VOIP auf seinem Smartphone installiert.

Damit kann er ebenfalls übers Internet telefonieren. Dabei reicht ein Guthaben von zehn Euro für ungefähr 300 Gesprächsminuten aus der Türkei ins deutsche Festnetz und die deutschen Mobilfunknetze aus.

Noch einfacher kann es sich der Urlauber machen, wenn er sich eine Prepaid-Sim-Karte besorgt. Inzwischen ist bei einigen deutschen Anbietern Daten- und Gesprächsguthaben für die Türkei im Tarif inbegriffen. Ansonsten kann der Urlauber aber auch auf einen türkischen Anbieter zurückgreifen.

 

  1. Sollte der Reisende seine Euro in Lira umtauschen?

Vor Ort sollte der Urlauber auf jeden Fall eine kleinere Menge an Bargeld umtauschen und seine Rechnungen in Lira bezahlen. In Restaurants und Cafés, auf dem Basar oder im Taxi kann er zwar auch ganz bequem in Euro zahlen. Allerdings sind die Preise dann höher.

Vor allem seit der Kurs der türkischen Lira gegenüber dem Euro ein ganzes Stück gesunken ist, fällt das deutlich ins Gewicht. So sind auch jetzt noch viele Speisekarten beispielsweise im alten Kurs von 1:4 oder 1:5 geschrieben. Dabei bekommt der Urlauber mittlerweile gute 7 Lira für einen Euro.

 

  1. Wer macht eigentlich Langzeiturlaub in der Türkei?

In den klassischen Touristengebieten rund um Antalya, Alanya, Bodrum, Izmir oder Kusadasi machen Urlauber aus allen Altersgruppen auch im Winter Urlaub. Gleiches gilt natürlich für Istanbul. Die Metropole am Bosporus ist ganzjährig ein beliebtes Ziel für Jung und Alt. Viele nutzen die Gelegenheit, um gleich ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen.

Für einen Langzeiturlaub entscheiden sich vor allem Senioren. Das ist aber auch ganz logisch. Denn Berufstätige können eher selten mehrere Wochen am Stück Urlaub machen. Und wenn sie schulpflichtige Kinder haben, müssen sie ihren Urlaub ohnehin in die Ferien legen. In den Hotels und Clubanlagen ist der Anteil an älteren Stammgästen deshalb recht hoch.

Trotzdem muss der Urlauber keine Bedenken haben. Denn durch das Unterhaltungsprogramm der Hotels wird er schnell Anschluss finden – wenn er das möchte. Während sich der Altersdurchschnitt vor allem im Winter dann irgendwo zwischen 50 und 70 bewegt, sinkt er während der Herbst- und Winterferien durch jüngere Paare und Familien mit Kindern ein Stück nach unten.

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Veröffentlicht von

Redakteure

Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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