Euro in Türkische Lira wechseln – Infos und Tipps

Euro in Türkische Lira wechseln – Infos und Tipps

Die Türkei hat ihre eigene Landeswährung. In Istanbul und in den Touristengebieten ist es zwar vielerorts möglich, auch mit Euro oder US-Dollar zu bezahlen. In Restaurants beispielsweise sind in den Speisekarten die Preise mitunter gleich in der Landeswährung und in Euro angegeben. Trotzdem wird in der Türkei eigentlich mit Lira bezahlt.

Euro in Türkische Lira wechseln

Und der Reisende ist gut beraten, wenn er zumindest ein bisschen türkisches Bargeld in der Tasche hat. Denn zum einen wird die Landeswährung überall akzeptiert. Und zum anderen zahlt der Reisende in Landeswährung meist weniger als in Euro.

Nur: Wie kommt der Reisende an türkische Lira? Wir haben Infos und Tipps zusammengestellt, wo und wie der Reisende Euro in Türkische Lira wechseln kann.

Ein paar Worte zur Türkischen Lira

Die Landeswährung in der Türkei ist die Türkische Lira. Auf Türkisch heißt sie Türk Lirası, das Kürzel ist TRY. Banknoten gibt es im Wert von 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Lira. Auf den Vorderseiten der Scheine ist Mustafa Kemal Atatürk in verschiedenen Lebensphasen abgebildet. Daneben zeigen die Geldscheine Portraits von wichtigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst und Kultur oder Naturlandschaften.

Das Pendant zum Cent ist in der Türkei der Kurus. Die Münzen haben Werte von 1, 5, 10, 25 und 50 Kurus. Zusätzlich dazu gibt es 1-Lira-Münzen. Wie bei den Scheinen ist Atatürk auch auf den Münzen dargestellt, hier allerdings auf der Rückseite. Die 50-Kurus- und 1-Lira-Münzen sehen den 1- und 2-Euro-Münzen ziemlich ähnlich. Die 1- und 5-Kurus-Münzen wiederum werden kaum verwendet, denn das Wechselgeld wird meist gerundet.

Derzeit (Stand 2. Januar 2019) entspricht 1 Euro 6,15 Türkische Lira und andersherum 1 Türkische Lira 0,16 Euro.

Euro in Türkische Lira wechseln

Vor allem in Orten, in denen viele Touristen unterwegs sind, ist das Bezahlen in Euro (oder US-Dollar) oft kein Problem. Geschäfte und Restaurants akzeptieren häufig auch die ausländische Währung. Trotzdem ist der Reisende besser beraten, wenn er seine Rechnungen in der Landeswährung begleicht.

Denn meist zahlt er so weniger. Hinzu kommt, dass es bei kleinen Händlern, bei staatlichen Sehenswürdigkeiten und eben außerhalb der klassischen Touristenzentren durchaus passieren kann, dass nur Lira angenommen werden.

Damit stellt sich aber die Frage, wie der Reisende möglichst kostengünstig an Türkische Lira kommt.

Um Euro in Lira zu wechseln, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Geld in Deutschland wechseln

Der Reisende kann sich schon im Vorfeld mit türkischem Bargeld eindecken. Dazu geht er einfach zu seiner Hausbank in Deutschland und lässt sich dort den gewünschten Betrag in Lira umtauschen.

Diese Variante ist bequem und sicher, aber auch vergleichsweise teuer. Der Grund hierfür sind die Kurse und Kosten, die für den Ein- und Verkauf von Devisen zugrunde gelegt werden. Vereinfacht lässt sich das Ganze so erklären: Wenn der Reisende in Deutschland Euro in Lira wechseln möchte, muss die Bank die Fremdwährung besorgen.

Sie kauft die Lira dafür in der Türkei und verkauft sie an den Reisenden weiter. Der Reisende kauft das Geld also gewissermaßen von seiner Bank als Zwischenhändler ab. Dieser Aufwand macht sich in einem schlechteren Wechselkurs bemerkbar. Tauscht der Reisende sein Geld hingegen in der Türkei, sind die Lira schon da. Er verkauft seine Euro nur. Folglich fällt ein Zwischenschritt weg und der Kurs ist besser.

Ob der Reisende in einer Bank vor Ort Geld wechseln kann, muss er erfragen. Einige Geldhäuser bieten diesen Service an. Sie wechseln dann zum tagesaktuellen Kurs, abzüglich ihrer Gebühren.

Lira am Geldautomaten abheben

Der Reisende kann am Geldautomat Bargeld abheben. Das geht grundsätzlich sowohl mit der Girocard (früher EC-Karte) als auch mit einer Kreditkarte. Grundsätzlich deshalb, weil nicht alle Girocards fürs Ausland freigeschaltet sind. Vor dem Urlaub sollte sich der Reisende deshalb sicherheitshalber erkundigen, ob er seine Karte vor Ort überhaupt nutzen kann.

Damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt, sollte sich der Reisende außerdem vorher schlau machen, welche Gebühren anfallen. Mitunter stellt die eigene Bank nämlich Kosten dafür in Rechnung, dass der Reisende mit seiner Giro- oder Kreditkarte an einem fremden Geldautomaten Bargeld abhebt.

Und im Ausland sind diese Kosten oft höher als in Deutschland. Dazu kommen die Gebühren, die die türkische Bank, die den jeweiligen Geldautomaten betreibt, verlangt. Sie bewegen sich üblicherweise in einem Rahmen zwischen 4 und 10 Euro pro Geldabhebung, unabhängig von der Auszahlsumme.

Achtung:

Gegen Ende des Vorgangs kann der Reisende meist auswählen, ob der Betrag in Euro oder in Türkischen Lira abgerechnet werden soll. Hier sollte der Reisende immer die Abrechnung in Lira wählen. Denn sonst kommen durch die bankinternen Umrechnungen weitere Gebühren dazu.

Kostenfrei kann sich der Reisende an Geldautomaten mit Bargeld versorgen, wenn er eine Kreditkarte nutzt, die kostenlose Geldabhebungen im Ausland ermöglicht. Solche Kreditkarten gibt es von verschiedenen Anbietern.

Oft beinhalten sie auch noch weitere Leistungen. Ist der Reisende öfter im Ausland unterwegs, macht so eine Kreditkarte durchaus Sinn. Wie immer sollte der Reisende vor einem Abschluss aber einen genauen Blick auf die Konditionen werfen.

Euro in Wechselstuben tauschen

Ein Klassiker für den Tausch von Euro in Lira sind Wechselstuben. Da die Wechselkurse in den Wechselstuben recht unterschiedlich ausfallen können, sollte sich der Reisende aber die Zeit nehmen, um die Kurse miteinander zu vergleichen.

Generell ist es so, dass die Kurse umso besser werden, je weiter außerhalb die Wechselstuben liegen. Direkt in Touristenzentren, an Strandpromenaden, in Einkaufsstraßen und neben bekannten Sehenswürdigkeiten sind die Kurse oft nicht besonders gut.

Denn die Betreiber wissen, dass die wenigsten Urlauber großartig auf die Kurse achten und vor allem wenig Lust haben, stundenlang nach einem besseren Tarif zu suchen. Folglich verlangen sie gerne höhere Gebühren.

Tipp:

In Istanbul bieten die Wechselstuben am Ausgang vom Großen Basar in Richtung Ägyptischer Basar meist sehr gute Kurse.

Geldwechsel in Geschäften

Bezahlt der Reisende seine Rechnung in Euro, bekommt er das Wechselgeld in Türkischen Lira wieder. In einigen Geschäften kann er auf diese Weise auch höhere Beträge tauschen. So gibt es zum Beispiel große Supermärkte, die diesen Service anbieten. Allerdings kann der Reisende kaum wissen, wie gut oder schlecht der Wechselkurs ist.

Einen sehr günstigen Wechselkurs wiederum bekommt der Reisende oft in Schmuckgeschäften. Die Juweliere auf dem Großen Basar in Istanbul etwa sind eine gute Möglichkeit, um Geld zu wechseln. Natürlich agieren die Händler nicht uneigennützig, sondern möchten auf diese Weise Kunden anlocken. Wenn der Reisende so aber günstig an Lira kommt, sollte er das Angebot ruhig nutzen.

Ein letzter Tipp zum Schluss

Der Reisende sollte lieber auf kleine Geldscheine setzen. Ähnlich wie in Deutschland, wo 100-, 200- und 500-Euro-Scheine nicht überall angenommen werden, nehmen auch in der Türkei nicht alle Händler große Scheine an. Vor allem dann nicht, wenn es sich um einen kleinen Betrag handelt und der Händler kaum herausgeben kann.

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Redakteure

Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Ali Tiyekli, 48 Jahre, Immobilienmakler, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteuer dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Ali Tiyekli, 48 Jahre, Immobilienmakler, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteuer dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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