Die Hagia Sophia – Infos und Tipps für die Besichtigung

Die Hagia Sophia – Infos und Tipps für die Besichtigung 

Sie ist geschichtsträchtig, wunderschön und so beeindruckend, dass sie manchmal als das achte Weltwunder bezeichnet wird. Und wer nach Istanbul reist, muss sie mindestens einmal besucht haben: die Hagia Sophia.

Natürlich hat nicht jeder Istanbul-Besucher Lust auf das klassische Touristenprogramm. Und sicherlich gibt es die eine oder andere Sehenswürdigkeit, die im Reiseführer vielversprechender klingt als sie in Wirklichkeit ist. Aber ein paar Orte muss der Reisende schlichtweg gesehen haben, denn andernfalls wäre sein Istanbul-Trip einfach nicht komplett.

Zu diesen Orten gehört die Hagia Sophia. Selbst diejenigen, die mit den typischen Touristenattraktionen eigentlich überhaupt nichts anfangen können, werden dieser Aussage höchstwahrscheinlich zustimmen. In diesem Beitrag haben wir die wichtigsten Infos zu der grandiosen Kuppelbasilika zusammengestellt und geben ein paar Tipps für die Besichtigung. 

 

Die Hagia Sophia – ein kurzer Einblick in die Geschichte

Hagia Sophia bedeutet übersetzt soviel wie die heilige Weisheit. Der römische Kaiser Justinian I. gab den Bau der Kuppelbasilika 532 n. Chr. in Auftrag. Rund sechs Jahre später waren die Bauarbeiten abgeschlossen und die Kirche wurde eröffnet. Vorher hatte an der gleichen Stelle wahrscheinlich eine einfachere Basilika ohne Kuppel gestanden, die im Zuge von Aufständen gleich zweimal niedergebrannt worden sein soll. Am Bau der Hagia Sophia wirkten wohl um die 10.000 Arbeiter mit, die Baukosten werden auf 140 bis 145 Tonnen Gold geschätzt. 

Die Hagia Sophia war die Kathedrale von Konstantinopel, die Hauptkirche des Byzantinischen Reiches und die Krönungskirche der byzantinischen Kaiser. Sie bildete ein Zentrum des orthodoxen Christentums und entwickelte sich zum Sinnbild für das Goldene Zeitalter.

Rund 900 Jahre später, als die Osmanen Istanbul eroberten, wurde die Hagia Sophia in eine Moschee umgewandelt. In den darauffolgenden 500 Jahren veränderte sich die Kuppelbasilika sowohl innen als auch außen. Viele christliche Einrichtungen wie Bilder und Mosaike, Glocken und der Altar wurden entfernt. Gleichzeitig wurde die Ausstattung um vier Minarette und Logen für den Sultan und den Muezzin erweitert. Allerdings wusste Sultan Mehmed II., wie wertvoll die christlichen Kunstwerke waren. Deshalb ließ er die Arbeiten nicht alle zerstören, sondern ordnete an, dass sie mit muslimischen Symbolen überdeckt werden.

Im Auftrag von Mustafa Kemal Atatürk, dem ersten Präsidenten der Türkei, wurde die Hagia Sophia 1934 schließlich in ein Museum umgebaut. Dabei wurde versucht, historisch bedeutsame Kunstwerke wieder freizulegen, ohne dabei die später entstanden Kunstarbeiten zu zerstören. Seit 1985 gehört die Hagia Sophia zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie ist heute ein Wahrzeichen Istanbuls und gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Türkei. 

 

Die Hagia Sophia – die beeindruckende Architektur

Die Hagia Sophia ist das letzte große und mit Abstand bedeutendste Bauwerk der frühbyzantinischen Architektur und der spätantiken Kunst. Zugleich beeinflusste sie den Kirchenbau in Ost und West nachhaltig. Die Kuppelbasilika besteht aus einem Vorraum, der in eine innere und eine äußere Vorhalle aufgeteilt ist, einem Hauptraum mit drei Schiffen, mehreren Emporen und einem Garten.

Bevor der Besucher in die Vorhalle hineingeht, kann er auf der linken Seite Überbleibsel aus dem 5. Jahrhundert entdecken. In der äußeren Vorhalle wiederum sind ein paar Mosaike aus der Zeit von Kaiser Justinian I. zu sehen. Das imposanteste Mosaik befindet sich aber über dem Kaisertor, einem Eingang zum Hauptgebäude. Dieses Mosaik zeigt Jesus Christus auf einem Thron.

Sobald der Besucher den Hauptraum betreten hat, wird es ihm vermutlich ergehen wie den meisten anderen Besuchern: Er wird still, staunt fasziniert und bewundert das einzigartige Bild. Sein Blick wird nach oben gehen, zu der Kuppel, die 56 Meter hoch ist, eine Spannweite von 32 Metern hat und von gerade einmal vier, wenn auch mächtigen Pfeilern getragen wird. Auch heute noch fragen sich viele Architekten und Historiker, wie es damals gelungen ist, eine derart eindrucksvolle Kuppel zu konstruieren.

Gleichzeitig ist es gerade diese Kuppel, die nicht nur gigantisch groß ist, sondern zugleich durch ihre stimmigen Proportionen und ihre besondere Harmonie besticht, die die Hagia Sophia zu einem echten Highlight der Architekturgeschichte macht. Bis heute wurde noch nie eine größere Kuppel gebaut. Der Innenraum ist der Höhepunkt der Besichtigung und die Lichtstrahlen, die durch die Kuppel, die weiteren Halbkuppeln und die geschickt angeordneten Fenster hindurch scheinen, werden beim Besucher nachhaltige Eindrücke hinterlassen.

Schaut sich der Besucher weiter um, wird er auf den Emporen, den Galerien und in den Seitenräumen wunderschöne Mosaike und kunstvolle Säulen entdecken. Eine Kunstarbeit scheint gelungener zu sein als die andere und es wirkt, als wären die christliche und die islamische Kultur eine perfekte Verbindung miteinander eingegangen. Der Besucher ist jedenfalls gut beraten, wenn er genug Zeit einplant, damit er sich die herrlichen Kunstwerke mit ihren goldenen Verzierungen und den vielen kleinen Details in aller Ruhe anschauen und die Atmosphäre auf sich wirken lassen kann.

Auf dem Hof der Hagia Sophia kann der Besucher seine Besichtigung schließlich mit dem Moscheebrunnen und fünf Herrschergräbern abschließen.

 

Die Hagia Sophia – Tipps für die Besichtigung

Schaut sich der Istanbul-Reisende die Hagia Sophia zum ersten Mal an, ist er mit einer geführten Tour gut beraten. Am besten bucht er das Ticket dafür rechtzeitig online. So erspart er sich das mitunter lange Anstehen in der Schlange.

Möchte der Tourist die Hagia Sophia lieber auf eigene Faust erkunden, legt er seine Besichtigung am besten auf den frühen Nachmittag. Zu dieser Zeit ist der Besucherandrang nicht ganz so groß. Am Eingang kann er sich einen sogenannten Audioguide kaufen. Er ist in verschiedenen Sprachen erhältlich, darunter auch in Deutsch, und liefert einige spannende Infos. Der Audioguide kostet 10 türkische Lira. Für seine Erkundungstour sollte der Besucher unbedingt genug Zeit einplanen, drei Stunden dürfen es ruhig sein. Denn es gibt wirklich viel zu entdecken und es wäre schade, wenn der Besucher mittendrin abbrechen muss.

 

Die Hagia Sophia – die Öffnungszeiten

Die Hagia Sophia ist von April bis Oktober von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Von November bis März schließt sie zwei Stunden früher, also schon um 17 Uhr. Besucht werden kann die Kuppelbasilika täglich. Normalerweise hat sie zwar montags zu, bis zum 31. Oktober 2017 öffnet die Hagia Sophia aber auch an Montagen ihre Pforten für Besucher.

Der Eintritt kostet derzeit (Stand August 2017) 40 türkische Lira pro Person. Für Kinder unter zwölf Jahren ist der Eintritt frei. Und wer sich schon einmal einen kleinen Vorgeschmack holen möchte, kann sich auf der Internetseite der Hagia Sophia anschauen.

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