Nachtisch aus Istanbul: Baklava

Nachtisch aus Istanbul: Baklava 

Ob Vorspeise, Hauptgericht oder Nachtisch: Die türkische Küche bietet viele Köstlichkeiten. Zu den bekanntesten Süßspeisen gehört sicherlich Baklava. Wer Istanbul besucht, sollte sich diese Leckerei nicht entgehen lassen. Und für diejenigen, die sich bis zur nächsten Städtereise ein Stück Istanbul nach Hause holen möchten, haben wir ein Baklava-Rezept zum Nachbacken!

 

Nachtisch aus Istanbul: Baklava

Baklava ist ein Gebäck aus einem dünnen, knusprigen Teig, der mit gehackten Nüssen, Mandeln oder Pistazien gefüllt und mit einem Zuckersirup getränkt ist. Als Nachspeise ist Baklava schon seit der Antike bekannt. Über die genaue Herkunft des Gebäcks gibt es verschiedene Theorien.

So vermuten einige Theorien die Wurzeln bei den Turkvölkern in Zentralasien, andere Theorien schreiben die Erfindung den Assyrern oder den antiken Griechen zu. Wieder andere Theorien vermuten, dass das Baklava in Persien oder in Kleinasien entstanden ist. Die heute bekannte Form mit einem sehr dünnen Teig in mehreren Schichten wurde aber wahrscheinlich nach dem 16. Jahrhundert in der Küche des Topkapi-Palastes entwickelt.

Jedenfalls ist Baklava ein echter Klassiker auf dem Nachtischbuffet. Und dabei gibt es unzählige Rezepte. So werden in der Türkei am liebsten Walnüsse oder Pistazien für die Füllung verwendet. Haselnüsse, Mandeln oder Cashewkerne sind aber ebenfalls beliebt. Der Teig wird entweder geschichtet und nach dem Backen in Rauten geschnitten, gleich zu kleinen Teigrechtecken gefaltet oder gerollt.

Nach dem Backen wird das Gebäck mit einem Zuckerwasser getränkt. Serviert wird Baklava traditionell zusammen mit einem starken, schwarzen Mokka. So entsteht ein schöner Kontrast und ein harmonisches Gleichgewicht zwischen dem bitteren Mokka und dem süßen Gebäck. Eis oder Kaymak, eine Art Sahne, können den Nachtisch ergänzen.

 

Ein Stück Istanbul zu Hause: Baklava-Rezept zum Nachbacken

Nicht nur in Istanbul, sondern auch hierzulande ist Baklava erhältlich. So wird das Gebäck in türkischen Geschäften, Bäckereien, Restaurants und teilweise sogar in Döner-Buden angeboten. In gut sortierten Supermärkten ist das Gebäck ebenfalls zu bekommen. Aber das Gebäck lässt sich mit wenig Aufwand auch selbst herstellen. Und selbst weniger geübte Bäcker sollten es problemlos hinkriegen.

Hier also ein Rezept!:

 

Die Zutaten

  • ·         1 500-Gramm-Packung Baklava-Teig; die Teigblätter sind im türkischen Supermarkt erhältlich; als Alternative können auch Filoteig oder Strudelteig verwendet werden
  • ·         150 Gramm Butter
  • ·         175 Milliliter Raps- oder Sonnenblumenöl
  • ·         300 Gramm Nüsse, Mandeln, Pistazien oder eine Mischung daraus
  • ·         400 Milliliter Wasser
  • ·         300 Gramm Zucker
  • ·         1 Teelöffel Zitronensaft

Als Hilfsmittel wird außerdem ein Rundholz mit zwei Zentimetern Durchmesser benötigt.

 

Die Zubereitung

Als erstes wird der Teig aus dem Kühlschrank geholt. Er kann in der geschlossenen Verpackung auf der Arbeitsfläche zwischengelagert werden. Es geht nur darum, dass der Teig Zimmertemperatur annimmt. Wird er direkt aus dem Kühlschrank verarbeitet, ist er zu hart und könnte brechen. Wirkt der Teig relativ hart, ist es aber auch möglich, die Teigplatten auseinanderzufalten und bis zur Verarbeitung mit einem feuchten Tuch abzudecken.

Das Baklava wird auf einem Backblech gebacken. Ideal ist ein Obstkuchenblech oder die Fettpfanne, denn sie haben einen höheren Rand. Ein ganz normales Backblech funktioniert aber genauso. Das Blech muss auch nicht gefettet oder mit Backpapier ausgelegt werden. Denn das Gebäck bleibt durch den hohen Fettgehalt ohnehin nicht kleben.

Die Zubereitung beginnt nun mit dem Schmelzen der Butter. Ist die Butter flüssig, wird sie mit dem Öl vermischt. Weiter geht es dann mit der Füllung. Die Füllung kann aus Walnüssen, Haselnüssen, Mandeln, Pistazien, Cashewkernen oder einer Mischung daraus bestehen. Die Nüsse werden grob gemahlen oder gehackt. Sie sollten also kein feines Pulver, sondern ruhig noch stückig sein.

Stehen alle Zutaten bereit, wird das Baklava zubereitet. Dafür werden die Teigblätter auseinandergefaltet. Dann wird das oberste Teigblatt des Stapels mit der Butter-Öl-Mischung eingepinselt und mit den Nüssen bestreut. Die Füllung sollte sich in einer gleichmäßigen, aber dünnen Schicht auf dem Teig verteilen. Wird zu viel Füllung verwendet, bricht der Teig. Nun kommt das Rundholz zum Einsatz.

Damit wird der Teig nämlich aufgerollt. Dazu wird das Rundholz an einer langen Seite angesetzt und der Teig um das Rundholz herum aufgewickelt. Anschließend wird das zweite Teigblatt auf dem Stapel mit der Butter-Öl-Mischung eingepinselt. Dieses Teigblatt wird (ohne Füllung) ebenfalls mit dem Rundholz aufgerollt. Damit ist die erste Baklava-Rolle fertig.

Die Rolle auf dem Rundholz wird nun erst mit den Händen vorsichtig etwas zusammengeschoben und dann vom Rundholz auf das Backblech geschoben. Auf dem Backblech kann der Teig behutsam etwas auseinandergezogen werden, bis er von einer Kante zur anderen Kante reicht.

Nach diesem Prinzip werden nun auch die anderen Teigblätter verarbeitet und dicht nebeneinander auf das Backblech gesetzt. Es wird also immer ein Teigblatt mit der Butter-Öl-Mischung eingepinselt, mit den Nüssen bestreut, aufgerollt und mit einem zweiten, gefetteten Teigblatt umwickelt. Durch den kleinen Rollendurchmesser sollte eine Packung Teig genau für ein Blech Baklava ausreichen.

Sind alle Baklava-Rollen auf dem Blech, werden sie noch einmal mit der Öl-Butter-Mischung eingepinselt. Dann wird das Baklava in den vorgeheizten Backofen geschoben und bei etwa 185 Grad Celsius rund 40 Minuten lang gebacken. Das Baklava ist fertig, wenn es eine schöne goldbraune Farbe angenommen hat.

Während das Baklava backt, wird der Sirup zubereitet. Dafür werden der Zucker, das Wasser und der Zitronensaft in einen kleinen Topf gegeben, gut miteinander verrührt und zum Kochen gebracht. Dann wird die Temperatur heruntergeschaltet und der Sirup bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten lang eingekocht.

Ist das Baklava fertig, wird es direkt nach dem Herausnehmen aus dem Backofen mit einem scharfen Messer in Stücke geschnitten. Je nach Geschmack können die Rollen dabei in vier oder sechs Teile geschnitten werden. Anschließend wird das Baklava mit dem warmen Sirup übergossen. Nun muss das Baklava nur noch auskühlen und etwas durchziehen, dann kann es genossen werden. Guten Appetit!

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Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Ali Tiyekli, 48 Jahre, Immobilienmakler, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteuer dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.
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