16 köstliche Desserts aus der türkischen Küche, Teil 1

16 köstliche Desserts aus der türkischen Küche, Teil 1

Das Essen spielt in der türkischen Kultur eine große und wichtige Rolle. Wenn die Familie zum Mittag- oder Abendessen zusammenkommt, geht es nicht nur darum, den Hunger zu stillen. Vielmehr dient die gemeinsame Mahlzeit auch dazu, Zeit miteinander zu verbringen und sich über die Erlebnisse des Tages, Neuigkeiten und Pläne auszutauschen. Gleichzeitig ist das Essen ein Ausdruck der Gastfreundschaft.

16 köstliche Desserts aus der türkischen Küche, Teil 1

Für den Besuch werden allerlei Köstlichkeiten aufgetischt und das Beisammensein am reich gedeckten Tisch wird ausgiebig zelebriert.

Die türkische Küche bietet eine große Auswahl an wunderbaren Speisen für alle Mahlzeiten. Und natürlich darf dabei auch der Nachtisch nicht fehlen. Um schon einmal einen kleinen Vorgeschmack zu bieten, stellen wir in einer zweiteiligen Liste 16 köstliche Desserts aus der türkischen Küche vor.

Hier ist Teil 1!:

  1. Kadayif und Künefe

Die Basis für Kadayif sind dünne Fäden aus Teig, die hierzulande auch als Engelshaar bezeichnet werden. Je nach Region werden die Nester aus Teigfäden dann mit Haselnüssen, Walnüssen oder Pistazien gefüllt und mit Zuckersirup, Nelken und Zimt verfeinert.

Nach dem Backen im Ofen wird das Dessert noch einmal ordentlich mit Zitronen-Zuckersirup getränkt. So entsteht eine saftige und herrlich süße Nachspeise. Serviert wird Kadayif oft mit einer Kugel Eis.

Künefe ist im Prinzip eine Abwandlung. Die Zubereitung ist ähnlich, nur kommt in die Füllung zusätzlich Käse. Außerdem wird die Nachspeise mit geriebenen oder gehackten Pistazien bestreut. In Restaurants wird Künefe frisch im Ofen gebacken und in kleinen Metallschalen serviert.

Dazu wird Zuckersirup gereicht, mit dem der Gast sein Dessert übergießt. Käse in einem sehr süßen Dessert klingt im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich. Aber Künefe schmeckt wirklich gut!

  1. Lokum

Lokum ist ein echter Klassiker in der Türkei und zählt zu den berühmtesten türkischen Süßigkeiten überhaupt. Das Dessert aus Nüssen und Gelierzucker wurde im früheren Konstantinopel erfunden. Ursprünglich gab es Lokum in drei Sorten. So ist rotes Lokum mit Rosenwasser, gelbes Lokum mit Zitronenschalen und grünes Lokum mit Bitterorangen aromatisiert.

Doch inzwischen gibt es die Süßigkeit in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Von Erdbeere und Kirsche über Orange und Aprikose bis hin zu Ingwer und Kokos ist so ziemlich alles vertreten.

Kleiner Tipp: In jeder Stadt gibt es mindestens ein Geschäft, das Lokum aus eigener Herstellung verkauft. Und die frische, offene Ware schmeckt um Klassen besser als abgepackte Süßigkeiten im Supermarkt.

  1. Firin Sütlac

Hinter Firin Sütlac verbirgt sich ein Milchreis, der mit einer Schicht Karamell im Ofen überbacken ist. In kleinen Schalen serviert, zählt das Dessert zu den Klassikern der Landesküche und ist in Restaurants auf so ziemlich jeder Speisekarte vorhanden.

Vom Geschmack her erinnert das Dessert an die französische Creme Brülee. Die türkische Variante ist allerdings etwas süßer.

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  1. Kestane Sekeri

Kastanien, die zuerst gebraten und dann in Zuckersirup eingelegt werden, sind eine Spezialität aus Bursa. Die Mischung aus dem sehr süßen Sirup und den aromatischen Kastanien führt zu einer echten Geschmacksexplosion.

Die sehr weiche Konsistenz führt außerdem dazu, dass die Kastanien buchstäblich auf der Zunge zergehen. Die Kestane Sekeri können pur genossen oder in verschiedenen Desserts wie zum Beispiel einem Schokoladenkuchen verarbeitet werden.

  1. Tulumba

Die osmanische Küche steuert mit Tulumba einen Nachtisch bei, der herrlich schmeckt, aber auch eine echte Kalorienbombe ist. Für Tulumba wird ein Spritzteig mit reichlich Butter und Zucker hergestellt, der frittiert wird. Nach dem Frittieren werden die Gebäckstücke in Zuckersirup getränkt.

Tulumba wird an Straßenständen als Leckerei auf die Hand angeboten. Als Dessert im Restaurant werden Tulumba oft bestreut mit Pistazien, zusammen mit Kaymak oder mit einer Portion Eis serviert.

  1. Halka Tatlisi

Halka Tatlisi geht in eine ähnliche Richtung wie Tulumba. Auch hier dient ein Spritzteig als Basis. Allerdings wird der Teig nicht zu kleinen, länglichen Stücken, sondern zu Kringeln gespritzt. Nach dem Frittieren können die Teigringe in Zuckersirup getränkt werden.

Eine andere Variante ist, sie mit Serbet zu übergießen. Serbet ist ein Getränk aus der osmanischen Küche, das mit bis zu 40 verschiedenen Gewürzen verfeinert sein kann. Was die geschmackliche Vielfalt angeht, sind Halka Tatlisi deshalb Tulumba überlegen.

  1. Kabak Tatlisi

Ein beliebter und weit verbreiteter Nachtisch in der Türkei ist süßer Kürbis. Dafür wird der Kürbis zunächst gekocht und mit reichlich Zucker glasiert. Je nach Region wird er dann mit einer anderen Beilage serviert.

An der Schwarzmeerküste zum Beispiel gesellen sich Kaymak und Haselnüsse zum Kürbis. An der Südküste hingegen runden Pistazien oder eine Sesampaste das Dessert ab.

  1. Helva

Hierzulande ist Helva als türkischer Honig oder türkischer Nougat bekannt. In der Türkei ist Helva mit einer Grundmasse aus süßem Sesam-Mus am weitesten verbreitet. Daneben gibt es aber auch Grieß- und Mehl-Helva. Verfeinert wird die Masse dann mit Zutaten wie Vanille, Kakao, Nüssen, Mandeln oder Pistazien.

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Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Ali Tiyekli, 48 Jahre, Immobilienmakler, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteuer dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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