6 Tipps für einen Tag in Ortaköy

6 Tipps für einen Tag in Ortaköy

Ortaköy gehört zum Stadtteil Besiktas und liegt direkt am Bosporus, südlich von der Bosporusbrücke. Das quirlige und lebendige Viertel war schon zu Zeiten des Osmanischen Reichs ein Schmelztiegel der Kulturen. Heute ist Ortaköy für die Kunsthandwerksläden, Kumpir, das Nightlife und natürlich die gleichnamige Moschee bekannt.

6 Tipps für einen Tag in Ortaköy

Ganz in der Nähe befindet sich außerdem die Galatasaray Universität. Dadurch punktet das Viertel auch mit dem Flair eines jungen Studenten-Viertels.

Wir haben sechs Tipps für einen schönen Tag in Ortaköy!:

  1. Die Ortaköy Moschee besichtigen

Wer vor der Ortaköy Moschee steht, sieht vor sich das imposante Gebäude und direkt im Hintergrund die Bosporusbrücke. Kaum ein anderer Ort verbindet ähnlich eindrucksvoll das alte, osmanische Istanbul mit der heutigen, modernen Metropole. Kein Wunder, dass dieses Bild in so ziemlich jedem Reiseführer auftaucht.

Sultan Abdülmecid ließ die Moschee 1855 bauen. Im neobarocken Stil mit großen Fenstern und einem Licht durchfluteten Innenraum errichtet, nutzte der osmanische Sultan den Sakralbau als “Große Imperiale Moschee”.

Verglichen mit den anderen berühmten Moscheen Istanbuls ist die Ortaköy Moschee eher klein. Dafür ist sie aber auch nicht so überlaufen. Und die pinkfarbenen Mosaike an der Decke sind wirklich sehenswert.

Die Moschee ist täglich von 6 bis 21 Uhr für Besucher geöffnet. Nur während der Gebetszeiten ist sie für Touristen geschlossen. Der Eintritt ist kostenfrei.

  1. Historische Orte erkunden

Bereits in Zeiten des osmanischen Reichs war Ortaköy ein bunt gemischtes Viertel. So ließen sich hier zum Beispiel Griechen, Armenier und jüdische Einwanderer nieder.

Wer durch das Viertel schlendert, trifft deshalb auf viele interessante Spuren, die von der Vergangenheit erzählen und das bis heute erhaltene Multi-Kulti-Flair vermitteln.

Die Aya Fokas, eine griechisch-orthodoxe Kirche, oder die Etz-Ahayim Synagoge sind zwei Beispiele für eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten. Auch ein Abstecher zu Barbarossa lohnt sich.

Khair ad-Din Barbarossa war ein osmanischer General, der sich im Mittelalter einen Namen als Pirat machte. Sein Mausoleum und ein Denkmal befinden sich im Barbaros Park.

  1. Kumpir und Waffeln essen

Wenn es um Streetfood geht, führt in Istanbul und generell in der Türkei kaum ein Weg an Kumpir vorbei. Kumpir ist eine Kartoffel, die mit verschiedensten Zutaten gefüllt ist. Sie ist zum Frühstück genauso beliebt wie als Snack zwischendurch.

In den Seitenstraßen rund um die Moschee gibt es zahlreiche Stände, die sich auf diese Leckerei spezialisiert haben. Und die Stände nennen sich gerne selbst „Ortaköy Kumpir“, um zu verdeutlichen, dass hier der beste Ort überhaupt ist, um die gefüllten Kartoffeln zu genießen.

Fast genauso berühmt wie für Kumpir ist Ortaköy auch für seine Waffeln. Sie werden an Straßenständen zum Mitnehmen und in den Restaurants angeboten. Wer nach der herzhaften Kartoffel Lust auf einen süßen Nachtisch hat, sollte sie die Waffeln nicht entgehen lassen.

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Ansonsten gibt es im Umkreis der Moschee jede Menge Restaurants, die zu einem köstlichen Essen einladen. Dabei kann der Gast nicht nur die kulinarischen Leckereien, sondern gleichzeitig auch die herrliche Aussicht über den Bosporus genießen.

  1. Über den Markt bummeln

Die schmalen Gassen nahe der Ortaköy Moschee ähneln einem Straßenmarkt mit unzähligen kleinen Ständen. Vor allem Kunsthandwerk dominiert dabei das Bild.

Wer die klassischen, für die Türkei typischen Touristen-Souvenirs sucht, wird hier nicht fündig. Doch wer gerne über Märkte bummelt und sich für originelle, kunsthandwerkliche Arbeiten begeistert, kommt garantiert auf seine Kosten.

  1. Eine Rundfahrt auf dem Bosporus machen

Am Fährterminal neben der Ortaköy Moschee legen täglich um 15 Uhr Schiffe zu kleinen Rundfahrten auf dem Bosporus ab. Die Touren führen in nördlicher Richtung bis zur Rumelischen und Anatolischen Festung unweit von der zweiten Bosporusbrücke und in Richtung Süden bis zur Galatabrücke.

Eine Rundfahrt dauert um die zweieinhalb Stunden und kostet etwa zwölf türkische Lira. An Bord sind Getränke und kleine Snacks erhältlich.

  1. Ins Nachtleben stürzen

Die Clubs in Ortaköy zählen zu den exklusivsten Adressen der Stadt. Anders als in den Clubs am Taksim Platz oder an der Istiklal Cadessi geht es hier nicht nur um Spaß und Unterhaltung, sondern immer auch um das Sehen und Gesehen werden.

Eine Party direkt am Bosporus mit Blick auf die Bosporusbrücke ist aber tatsächlich ein Argument, das klar für die Clubs spricht.

Doch Ortaköy ist eben auch ein Studenten-Viertel. Aus diesem Grund gibt es zahlreiche Bars, Cafés und Pubs. Somit findet sicher jeder den richtigen Ort, um die Nacht nach seinem Geschmack zum Tag zu machen.

Extra-Tipp

Nicht weit von Ortoköy entfernt, befindet sich der Dolmabahce Palast. Der Komplex ist im 18. Jahrhundert als Nachfolger des Topkapi Palastes entstanden und verbindet den osmanischen Baustil mit Elementen von Schlössern wie dem Pariser Versailles oder dem Wiener Schönbrunn.

Allein im prunkvollen Harem des Palastes sind die Wände mit mehreren Tonnen Blattgold verziert.

Von Ortoköy aus dauert der Fußmarsch bis zum Dolmabahce Palast etwa 15 Minuten. Wer lieber den Bus nehmen möchte, fährt drei Stationen weiter. Es lohnt sich aber, noch einen kleinen Zwischenstopp einzulegen.

Unterwegs gibt es nämlich den Yildiz Palast. Er steht im gleichnamigen Park und diente den osmanischen Sultanen einst als Wohnung. Der Yildiz Palast ist nicht ganz so bekannt und deshalb weit weniger besucht als die anderen, berühmten Paläste. Doch sehenswert ist er allemal.

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Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Ali Tiyekli, 48 Jahre, Immobilienmakler, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteuer dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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