11 berühmte Persönlichkeiten aus Istanbul

11 berühmte Persönlichkeiten aus Istanbul

Istanbul ist nicht nur eine beeindruckende und riesengroße Metropole. Sondern die Mega-City am Bosporus blickt auch auf eine sehr lange und bewegte Geschichte zurück. Dass es im Verlauf der Geschichte neben bedeutsamen Ereignissen ebenso herausragende und prägende Persönlichkeiten gab, versteht sich von selbst.

Tatsächlich ließe sich eine sehr lange Liste mit berühmten Söhnen und Töchtern der Stadt zusammenstellen. In diesem Beitrag listen wir eine kleine Auswahl, nämlich konkret elf berühmte Persönlichkeiten aus Istanbul auf.

Konstantinus I. (ca. 280 – 337) und Flavia Iulia Helena Augusta (ca. 250 – 330)

Konstantinus` vollständiger Name lautete Flavius Valerius Constantinus. Er machte sich als römischer Kaiser Konstantin der Große verdient um Istanbul. Denn er war derjenige, der an der Stelle des früheren Byzantion die Stadt Konstantinopel gründete. Konstantinopel wurde als „Nova Roma“ neben Rom die zweite Hauptstadt des Römischen Reiches.

Als die Osmanen die Herrschaft übernahmen, blieb Konstantinopel die Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Erst 1930 wurde aus Konstantinopel dann Istanbul.

Flavia Augusta war die Mutter von Kaiser Konstantin. Sie trägt auch den Beinamen „Heilige Helena“. Denn sie veranlasste Ausgrabungen, bei denen verschiedene Reliquien gefunden wurden. Darunter war auch die Grabstätte Jesu. Die Konstruktion der Grabeskirche in Jerusalem geht ebenfalls auf ihr Engagement und das ihres Sohnes zurück. Mit Blick auf Istanbul ist Flavia Augusta deshalb bedeutend, weil ihr Sohn immerhin den Grundstein für das heutige Istanbul legte.

 

Eusebius von Nikomedia (341 gestorben)

Eusebius war Bischof von Nikomedia und ab 338 Patriarch vom damaligen Konstantinopel. Er gilt als einer der bedeutendsten Führer der Arianer. Diese sprachen sich klar gegen die Lehre aus, nach der Gott als Gottvater und der Gottessohn wesensgleich sind.

Sein Leben lang kämpfte Eusebius mit seiner Lehre gegen Athanasius, dem Patriarchen von Alexandria, und dessen Lehre von der Dreifaltigkeit. Für Istanbul hat Bischof Eusebius aber nicht nur eine Bedeutung als Patriarch. Vielmehr war er auch derjenige, der Kaiser Konstantin noch auf dem Sterbebett das Sakrament der Taufe spendete.

 

Justinian I. (ca. 482 – 565)

Justinian I., mit vollem Namen Flavius Petrus Sabbatius Iustinianus, war von 527 bis zu seinem Tod oströmischer Kaiser. Unter seiner Herrschaft erlangte das damalige Konstantinopel eine herausragende Stellung als Handelsmetropole und als Kulturhauptstadt. Es war Kaiser Justinian, der viele beeindruckende Gebäude bauen ließ und den Wiederaufbau der berühmten Hagia Sophia in die Wege leitete.
Justinians Amtszeit war über weite Strecken von kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Vandalen, den Ostgoten und den Persern geprägt. Am Ende ging der Kaiser jedoch stets als Sieger hervor. Im Bereich der Rechtsgeschichte machte sich Justinian außerdem durch das Gesetzwerk des „Corpus Iuris Civilis“ verdient, das das bis dahin sehr komplexe römische Zivilrecht vereinfachte und zeitgemäß anpasste.

 

Alexios I. Komnenos (1048 – 1118) und Anna Komnena (1083 – 1154)

Alexios I. regierte ab 1081 bis zu seinem Lebensende als Kaiser im byzantinischen Reich. Er hatte einen entscheidenden Anteil daran, dass die Bewegung der Kreuzzüge entstand. Denn die Seldschuken wurden durch ihre Angriffe zu einer immer größeren Bedrohung für Konstantinopel und damit für das gesamte byzantinische Reich.

Also wandte sich der Kaiser hilfesuchend an Papst Urban II. Dieser rief daraufhin den ersten Kreuzzug aus.
Anna Komnena war die Tochter des Kaisers. Sie machte sich als Historikerin einen Namen. In ihrem Gesamtwerk „Alexiade“ hielt sie den Werdegang ihres Vaters fest. Dabei sind vor allem ihre Ausführungen über die Teilnehmer des ersten Kreuzzugs sehr bedeutsam. Denn sie gehören zu den wichtigsten Quellen für die Forschungen im Zusammenhang mit Kreuzzügen überhaupt.

 

Mehmet II. Fatih (1432 – 1481)

Mehmet II. war ein osmanischer Sultan. Er war derjenige, dem es im Jahr 1453 gelang, Konstantinopel zu erobern. Damit beendete er gleichzeitig die Ära des byzantinischen und des oströmischen Reiches. Und er legte den Grundstein für die Gründung des osmanischen Reiches. Sein Beiname trägt der Einnahme des heutigen Istanbuls Rechnung. Denn „Fatih“ bedeutet übersetzt soviel wie Eroberer.

 

Mimar Sinan (1489 – 1588)

Koca Mimar Sinan Ağa, so sein vollständiger Name, war ein Architekt. Aber er war natürlich nicht nur irgendein Architekt. Vielmehr wurde er unter Sultan Süleyman I. der vermutlich bedeutendste osmanische Architekt in Istanbul.

Teilweise wird Sinan sogar als der Vater der osmanischen Architektur bezeichnet. Dank ihm kann sich Istanbul jedenfalls mit imposanten Bauwerken wie der Süleymaniye-Moschee oder der Sehzade-Moschee schmücken.

 

Süleyman I. (1495 – 1566)

Süleyman I. zählt zu den wichtigsten osmanischen Sultanen. Er machte sich zum einen als Gesetzgeber verdient. Zum anderen begeisterte er sich für Kunst, Kultur und Statussymbole.

Als Förderer des Architekten Sinan regte er den Bau vieler Prachtgebäude an, die noch heute zu den Wahrzeichen Istanbuls gehören. Nicht umsonst erhielt der Sultan den Beinamen “der Prächtige”. Jedenfalls ging mit Sultan Süleyman die Blüte des Osmanischen Reiches langsam, aber sicher zu Ende.

 

Atatürk (1881 – 1938)

Natürlich darf in einer Liste mit berühmten Persönlichkeiten Mustafa Kemal Pascha, besser bekannt als Atatürk, nicht fehlen. Er gründete die moderne Türkei und war zugleich der erste Präsident der neuen Republik. 1934 wurde ihm vom türkischen Parlament der Nachname Atatürk verliehen, der übersetzt soviel bedeutet wie “Vater der Türken”.

Atatürk starb am 10. November 1938 im Dolmabahce-Palast in Istanbul. Daraufhin wurden im Palast alle Uhren angehalten und auf seine Todeszeit um 9:05 Uhr eingestellt. Und in seinem Sterbezimmer wird das bis heute beibehalten.

 

Orhan Pamuk (geb. 1952)

Pamuk ist ein Istanbuler Journalist und Schriftsteller. Seine Bücher beschäftigen sich mit der türkischen Gesellschaft, die seit der osmanischen Zeit zwischen dem Orient und dem Okzident hin- und hergerissen ist und nach ihrer Identität sucht.

Dabei gelingt es Pamuk, eine Brücke zwischen dem modernen europäischen Roman und der geheimnisvollen Erzählweise in der Tradition des Orients zu schlagen. Auch Istanbul hat der Schriftsteller ein Buch gewidmet. Und er zählt nicht nur zu den bedeutsamsten Schriftstellern des Landes, sondern wurde 2006 sogar mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet.

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Redakteure

Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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