Reisezieltipp in der Türkei: Kappadokien

Reisezieltipp in der Türkei: Kappadokien

Istanbul ist einzigartig. Doch die Türkei hat noch mehr Orte zu bieten, die wahrlich einmalig sind. Ein echter Reisezieltipp etwa ist Kappadokien.

Vor Millionen Jahren wurde bei Vulkanausbrüchen Tuffasche ausgestoßen, fiel zu Boden und lagerte sich ab. Es entstanden mehrere Schichten in unterschiedlichen Farben und verschiedenen Härtegraden. Der Wind und das Wetter trugen das weichere Material ab, während die härteren Schichten zurückblieben.

Die Landschaft verwandelte sich in ein einzigartiges Bild aus bizarren Gesteinsformationen, in denen sich atemberaubende Täler mit magischen “Feen-Kaminen” abwechseln. – Was wie eine Beschreibung von einem Märchenland klingt, beschreibt in Wirklichkeit Kappadokien. Doch die Sache mit dem Märchenland ist gar nicht so abwegig.

Denn der Besucher fühlt sich wie in ein atemberaubend schönes, faszinierendes und fast ein wenig unwirkliches Märchenland versetzt, wenn er seinen Blick über die Landschaft schweifen lässt. Grund genug, Kappadokien einmal als Reisezieltipp in der Türkei vorzustellen. Zumal Kappadokien auch von Istanbul aus mit dem Flieger und dem Bus gut zu erreichen ist und der Reisende so seinem Besuch des einmaligen Istanbuls gleich noch ein weiteres einmaliges Highlight folgen lassen kann.

 

Die lange Geschichte von Kappadokien

Was die lange und bewegte Geschichte angeht, kann Kappadokien nicht nur locker mit Istanbul mithalten, sondern die Bosporus-Metropole sogar übertreffen. Erste Siedlungen in Kappadokien gab es nämlich vermutlich schon um 7500 vor Christus. Im Laufe der Zeit ließen sich dann die verschiedensten Völker, Kulturen und Herrschaften nieder.

Eine prägende Rolle spielten dabei die Christen. So gehört Kappadokien zu den wichtigsten frühchristlichen Zentren. Bis 1071 stand Kappadokien unter byzantinischer Herrschaft und bis ins 20. Jahrhundert waren hier Christen zu Hause. Rund 3.000 Kirchen zeugen eindrucksvoll von der christlichen Vergangenheit. Aus Angst vor Verfolgung und Überfällen höhlten die Bewohner Kappadokiens das Tuffgestein aus.

Auf diese Weise entstanden nach und nach Höhlenkirchen und Höhlenwohnungen. Einige Behausungen sind dabei echte Höhlen in den Felsen, andere Behausungen befinden sich unter der Erde und gehen teilweise sogar mehrere Stockwerke in die Tiefe.

 

Die beeindruckenden Orte in Kappadokien

Zu den bekanntesten Ortschaften in Kappadokien gehört Göreme. In Göreme, das gleichzeitig ein Nationalpark ist, bestimmt die einmalige Höhlenarchitektur das Bild. Im Ort gibt es ein Open Air Museum, in dem der Besucher rund 150 Höhlenkirchen mit kunstvollen Fresken und jede Menge Höhlenwohnungen besichtigen kann. Dabei sind vor allem die Wohnräume, die auf faszinierende Weise in die Felsen eingebettet sind, absolut sehenswert. Etwas Vergleichbares wird der Besucher wohl nirgends auf der Welt finden.

Ein weiteres Open Air Museum befindet sich in Zelve. Im Unterschied zu Göreme setzt sich Zelve fast nur aus Höhlen zusammen. Durch das Areal ziehen sich drei Täler, die verschiedene Kirchen, Wirtschaftsräume, Wohnungen und einen großen Klosterkomplex beherbergen.

Daneben sollte der Besucher einen Abstecher in die Städte Derinkuyu und Kaymakli machen. Beides sind unterirdische Städte, die sich bis zu zehn Stockwerke tief unter der Erde befinden. Die beiden Orte wurden erst vor wenigen Jahrzehnten entdeckt und freigelegt. Und Archäologen vermuten, dass es in Kappadokien noch bis zu 50 weitere unterirdische Städte geben könnte.

 

Das Rose Valley und das Ihlara Valley in Kappadokien

Nicht weit vom Nationalpark Göreme entfernt, befindet sich das Gebiet Rose Valley. Der Name geht auf die rosaroten Felsformationen zurück, die hier das Landschaftsbild prägen. Im Rose Valley, das im Sommer übrigens der heißeste Ort in Kappadokien ist, wird schon seit der byzantinischen Zeit Wein angebaut. Vermutlich hat die Traubenkirche daher auch ihren Namen.

Die bekannteste Kirche im Tal ist aber die Quittenkirche. Ein gut begehbarer Wanderweg zieht sich durch das Rose Valley und führt den Besucher bis in die „rote Schlucht“.

Eine nicht minder schöne Märchenkulisse wartet im Ihlara Valley. Hier gibt es einen rund 15 Kilometer langen Wanderweg, der bis zu 150 Meter tief in die Schlucht hineinführt. Im Tal, das im Südwesten von Kappadokien liegt, kann der Besucher 50 verschiedene Felsenkirchen und zahlreiche andere Höhlenbauten erkunden. Interessant ist das Ihlara Valley auch für diejenigen, die sich für Kirchengeschichte interessieren. Denn hier ließen sich einst byzantinische Mönche nieder.

 

Eine Ballonfahrt über Kappadokien als echtes Muss

Kappadokien ist das weltweit größte Fluggebiet für Heißluftballons. Und auch wenn dem Besucher vielleicht etwas mulmig ist, sollte er sich eine Ballonfahrt auf keinen Fall entgehen lassen. Denn er wird mit einem wahrlich unvergesslichen Bild belohnt.

Der Ausblick über die herrlichen Felslandschaften, die faszinierende Natur und die unzähligen bunten Ballons, die sich in den Himmel erheben, ist einfach spektakulär. Dazu kommen die wunderbaren Farben, die die aufgehende Sonne zaubert. Spätestens jetzt wird sich der Besucher wirklich wie in einer Märchenwelt fühlen – versprochen!

 

Unterkünfte und Restaurants in Kappadokien

Der Besucher kann sich nicht nur alte Höhlenkirchen und -wohnungen anschauen, sondern auch in den Felsen übernachten. Es gibt eine Reihe von Hotels und Pensionen, die Übernachtungen anbieten. Auch Restaurants sind in den Felsen vertreten.

Besonders schön ist es, einen erlebnisreichen Tag bei einem guten Abendessen und einem schönen Glas Wein ausklingen zu lassen und zu beobachten, wie in den Höhlenhäusern immer mehr Lichter angehen und die Felsen zum Leuchten bringen. Das sorgt für einen weiteren, unvergesslichen Märchenmoment.

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