Eine Städtereise nach Istanbul mit Kind

Eine Städtereise nach Istanbul mit Kind 

Istanbul ist eine faszinierende Metropole. Und diesen Eindruck haben nicht nur Erwachsene. Auch mit Kinderaugen betrachtet, ist die Megacity am Bosporus ein ganz besonderes Pflaster. Es spricht also nichts dagegen, eine Städtereise nach Istanbul mit Kind zu wagen.

Städtereisen sind vor allem mit kleineren Kindern häufig ein etwas heikles Thema. Denn die Kleinen haben oft einfach nicht die Geduld, um eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abzuklappern. Während die Eltern gerne auf historischen Spuren wandeln, geschichtsträchtige Orte besichtigen und die Wahrzeichen einer Stadt erkunden möchten, wollen die Kids auf den Spielplatz oder an den Hotelpool. Einen einfachen Imbiss ziehen sie einem chicen Restaurant vor und auf eine ausgiebige Shoppingtour haben sie wenig Lust.

Natürlich wird auch eine Reise nach Istanbul vermutlich anstrengender werden als ein Badeurlaub im kinderfreundlichen Clubhotel. Und doch ist in Istanbul etwas anders. Denn Istanbul ist in vielerlei Hinsicht eine einzigartige Stadt mit einem einmaligen Flair. Hinzu kommt die scheinbar grenzenlose Kinderfreundlichkeit der Istanbuler. Eine Städtereise nach Istanbul mit Kind hat also tatsächlich das Potenzial zum unvergesslichen Erlebnis.

 

Märchen aus 1001 Nacht in der Istanbuler Altstadt

Im Altstadtviertel Sultanahmet befinden sich die vier wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen Istanbuls: die Blaue Moschee, die Hagia Sophia, der Topkapi-Palast und der Große Basar. Ob es Sinn macht, den Besuch aller vier Sehenswürdigkeiten auf den Tagesplan zu setzen, müssen die Eltern entscheiden. Denn sie selbst wissen am besten, ob ihr Kind die notwendige Geduld aufbringt und die vielen Eindrücke verarbeiten kann. Andererseits fällt die Auswahl schwer, denn jedes der Wahrzeichen ist einen Besuch wert.

Die Blaue Moschee beeindruckt durch ihr wunderschönes Aussehen, von außen wie von ihnen. Und während die Eltern die blau-weißen Fliesen und die bunten Glasfenster bewundern, können es sich die Kinder auf dem sauberen und flauschig-weichen Teppichboden bequem machen. Anders als in westlichen Kirchen und Kathedralen wird sich in Istanbul niemand daran stören, wenn die Kinder über den Boden krabbeln oder mal lauter sprechen und lachen.

Nicht weniger beeindruckend ist die Hagia Sophia. Einst eine byzantinische Kirche und später eine Moschee, ist die Hagia Sophia heute ein Museum. Die bewegte Geschichte wird für kleine Kinder vermutlich zu komplex sein. Dafür können die Eltern aber andere Geschichten erfinden, denn die Hagia Sophia erinnert ein wenig an eine Ritterburg. Ebenfalls ein Ort, der sich hervorragend zum Geschichtenerzählen eignet, ist der Topkapi-Palast.

Der ehemalige Sultanspalast mit seinen vier Höfen, seinen Gärten und seinen unzähligen Räumen, die mit bunten Kacheln an den Wänden, wunderschönen Sofas und unzähligen Kissen ausgestattet sind, verführt geradezu dazu, Märchen aus 1001 Nacht zu erzählen. Der große Basar gleicht einem riesigen Labyrinth aus Straßen, an denen sich schier endlos Verkaufsstände aneinanderreihen. Durch die Anordnung und die unzähligen Besucher wirkt der Große Basar aber etwas unübersichtlich. Gegen eine Stippvisite ist nichts einzuwenden, doch für einen längeren Bummel mit Kind sind kleinere Basare und Märkte vielleicht die bessere Wahl.   

Extra-Tipp: Spannend ist sicherlich ein Besuch der Yerebatan Zisterne. Allein schon die Atmosphäre ist beeindruckend und den Kids wird bestimmt nicht langweilig, wenn sie damit beauftragt werden, bestimmt Motive auf den Säulen zu suchen. Wenn die Eltern dann noch erwähnen, dass schon James Bond und Jackie Chan im Versunkenen Palast unterwegs waren, wird der Ausflug zum perfekten Abenteuer. 

 

Eine Bootsfahrt auf dem Bosporus

Eine Besonderheit von Istanbul ist die einzigartige Lage. Immerhin ist Istanbul die einzige Stadt der Welt, die sich auf zwei Kontinente verteilt. Eine Fahrt über den Bosporus bietet sich somit ideal für eine kleine Lehrstunde in Geografie an. Und insgesamt macht es einfach viel Spaß, über den Bosporus zu schippern.

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Der Blick auf die Stadt ist grandios und wenn die Fähre oder das Schiff nicht nur von Möwen, sondern auch noch von einem Schwarm Delphinen begleitet wird, strahlen die Kinderaugen. Ein Ausflug zum Leanderturm gibt den Eltern die Möglichkeit, den Kids von den vielen Mythen und Legenden, die sich um den Turm ranken, zu erzählen.

Statt einer längeren Bootstour kann aber auch ein Ausflug auf die asiatische Seite der Stadt eine gute Idee sein. Bei einem Bummel durch die kleinen Gassen in Kadiköy ist der Touristentrubel aus der Altstadt schnell vergessen. Und etwa fünf Minuten Fußweg vom Fähranleger entfernt, immer geradeaus den Hügel hoch, lädt ein hübscher Markt dazu ein, sich mit etwas frischem Obst, leckeren Keksen oder ein paar Nüssen zu stärken.  

 

Coole Aussichten in Galata

Das Viertel Galata begeistert Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Ein Aufstieg auf den Galataturm wird mit einem grandiosen Ausblick über Istanbul belohnt. Und die Eltern können den Ausflug mit einer sagenhaften Geschichte noch toppen. Denn sie können erzählen, wie Ahmet Çelebi im 17. Jahrhundert mit selbstgebauten Flügeln vom Turm ans asiatische Ufer der Stadt flog.

Am Fuß der Galata-Brücke wiederum gibt es einen kleinen Fischmarkt. Hier kann sich die Familie für kleines Geld mit Fisch und Kartoffelsalat eindecken, um es sich dann auf dem Rasen am anderen Ende des Marktes gemütlich zu machen. Ältere Kinder und Jugendliche werden es genießen, durch das hippe Galata-Viertel zu schlendern und den Straßenkünstlern zuzuschauen, in den coolen Läden zu shoppen oder in eine der urigen Bars einzukehren. 

 

Kinder sind in Istanbul herzlich willkommen!

Die Istanbuler lieben Kinder. Niemand wird meckern, wenn die Kleinen im Restaurant oder Café mal nicht still auf ihren Stühlen sitzen. Kinder sind herzlich willkommen – ohne Wenn und Aber. Allerdings sollten die Eltern darauf vorbereitet sein, dass das große Herz für Kinder mitunter deutlich sichtbar wird: Mal wird über den Kopf getätschelt, mal wird liebevoll in die Wange gekniffen.

Mal wird das Kind in einen Laden gerufen, damit es sich kleine Katzenbabys anschauen kann. Mal bekommt es ein Nazar Boncuk geschenkt, ein blaues Auge aus Glas, das das Kind vor Unglück schützen soll. Solche Gesten sind einfach nur gut gemeint und ein Ausdruck der gast- und kinderfreundlichen türkischen Kultur!

Die Eltern müssen keine Angst haben, dass jemand ihrem Kind etwas Böses will. Und sie müssen sich auch nicht verpflichtet fühlen, in den Laden hineinzugehen und dort etwas zu kaufen. Natürlich können die Eltern nett und freundlich klarstellen, dass sie nicht möchten, dass ihr Kind von Fremden angefasst wird. Aber sie sollten auch im Hinterkopf behalten, dass niemand dem Kind zu nahetreten oder die Eltern ärgern wollte. Wenn sie die Kinderfreundlichkeit der Istanbuler als netten Nebeneffekt verstehen, wird der Städtetrip nach Istanbul gleich doppelt so entspannt.

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