Tipps für einen Abstecher in das idyllische Dorf Sirince

Tipps für einen Abstecher in das idyllische Dorf Sirince

Sirince ist ein kleiner, beschaulicher Ort inmitten einer malerischen Landschaft. Allein schon der Name lädt dazu ein, in das gemütliche Dorfleben einzutauchen. Sirince bedeutet übersetzt nämlich so viel wie Freundlichkeit. Das idyllische Dorf liegt knapp 30 Kilometer von Kusadasi und Özdere entfernt. Von Izmir und Cesme aus dauert die Fahrt ungefähr eine Stunde. Wer seinen Urlaub an der türkischen Ägäis verbringt, sollte also die Gelegenheit nutzen und einen Ausflug nach Sirince machen. Denn das Dorf zählt zu den schönsten Ausflugszielen in der Region.

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Tipps für einen Abstecher in das idyllische Dorf Sirince

Doch was hat der Ort zu bieten? Und was sollte sich der Besucher auf keinen Fall entgehen lassen? Wir haben Tipps für einen Abstecher in das idyllische Dorf Sirince zusammengestellt:

Malerische Landschaft und griechische Vergangenheit

Es gibt verschiedene Geschichten über die Gründung von Sirince. Einige davon besagen, dass die Bewohner der antiken Großstadt Ephesus auf der Suche nach einem beschaulichen Rückzugsort waren und so das Dorf entstanden ist. Andere Geschichten berichten von ehemaligen Sklaven, die aus Ephesus hierher gekommen sind, um sich ein neues Leben aufzubauen.

Jedenfalls war Sirince über mehrere Jahrhunderte hinweg von Christen mit griechischen Wurzeln bewohnt. Mit dem Ende des türkisch-griechischen Befreiungskrieges im Jahr 1923 und dem Unterzeichnen des Friedensvertrags mussten die Griechen Anatolien verlassen, während die Türken von den griechischen Inseln in ihre Heimat zurückkehrten. Auch heute noch stammen viele Dorfbewohner aus Kreta und Saloniki.

Die hübschen Häuser, die türkische Rückkehrer seinerzeit gebaut haben, sind ebenfalls Zeugen der griechischen Vergangenheit. Wie in Griechenland üblich, haben die Gebäude weiße Fassaden und eher geradlinige Formen. So fügen sich die Häuser dann auch harmonisch in die idyllische Landschaft mit ihren Hügeln, Feldern und grünen Wäldern ein.

Der Besucher sollte gemütlich durch die schmalen Gassen schlendern und ruhig auch einen Blick in die kleinen Nebenwege am Dorfrand werfen. Zwischen den Häusern entdeckt er so immer wieder tolle Plätze, die er in dieser Form vermutlich nicht erwartet hätte.

Maria und Artemis

Sirince hat auch eine religiöse Note. Ein paar Legenden besagen, dass die Jungfrau Maria von hier aus in den Himmel aufgefahren sein soll. Denkbar ist das durchaus. Denn das Haus, in dem Maria nach Jesu Tod gewohnt haben soll, befindet sich nicht weit entfernt auf einem anderen Hügel in der Nähe von Ephesus.

Für Christen ist Sirince deshalb von Bedeutung. Doch auch Muslime würdigen den Ort. Immerhin ist Maria die einzige Frau, die namentlich im Koran genannt wird.

Mitten im Herzen von Sirince steht eine griechisch-orthodoxe Kirche. Auf dem Platz davor befindet sich eine Marienstatue, die an die christliche Vergangenheit des Dorfes erinnert. Auch die Kirche selbst ist einen Besuch wert. Innen kann der Besucher nämlich sehr gut erhaltene Fresken bewundern.

Eine weitere Frau, die mit Sirince in Verbindung steht, ist Artemis. Alten Geschichten zufolge soll die griechische Göttin in der Gegend um Sirince geboren sein. Artemis war eine wichtige Göttin im antiken Ephesus. Der Artemis-Tempel, von dem heute nur noch Ruinen übrig sind, zählt zu den sieben Weltwundern der Antike.

Der Weinkeller

Der Weinbau hat an der türkischen Ägäis eine sehr lange Geschichte. Weit vor den Griechen fingen bereits die Hethiter damit an, den köstlichen Rebensaft herzustellen.

In Sirince gibt es direkt neben der Kirche einen Weinkeller. Er ist seit 350 Jahren in Betrieb und damit der älteste Weinkeller des Ortes. Der Besucher kann hier nicht nur den schönen Anblick genießen, sondern natürlich auch eine Weinprobe machen und sich mit Wein für zu Hause eindecken.

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Dabei wird in Sirince Wein aus verschiedenen Früchten produziert, die in der Region wachsen. Neben Weintrauben sind das zum Beispiel Äpfel, Sauerkirschen, Erdbeeren und Pfirsiche.

Türkischer Kaffee

Wenn es um die Zubereitung von echtem türkischem Kaffee geht, prallen zwei Meinungen aufeinander. So sind die traditionellen Kaffeehäuser in Istanbul der Ansicht, dass der Cezve über der Glut von Holzkohle stehen muss. In Sirince hingegen wird der Kaffee auf Quarzsand zubereitet.

Letztlich ist die Diskussion um die richtige Zubereitung aber eine Debatte auf hohem Niveau. Denn köstlich schmecken beide Varianten und einen echten Geschmacksunterschied wird vermutlich nur ein absoluter Kaffeekenner bemerken.

So oder so sollte sich der Besucher die Gelegenheit, traditionell zubereiteten türkischen Kaffee zu probieren, aber nicht entgehen lassen. Allein die runden Tische mit der Mulde in der Mitte, in der die kleinen Kaffeekannen im Quarzsand stehen, sind schon sehenswert. Der Kellner bereitet den Kaffee dann vor den Augen des Besuchers zu.

Kulinarische Köstlichkeiten

Neben Kaffee erwarten den Besucher noch weitere Leckereien. In den kleinen Restaurants kann er sich zum Beispiel ein türkisches Frühstück schmecken lassen. Damit macht er es den Einheimischen aus den benachbarten Städten gleich, die am Wochenende gerne zum Frühstücken in das beschauliche Dorf kommen.

Mittags oder gegen Abend kann sich der Besucher dann durch die türkische Küche schlemmen. Auf den Speisekarten stehen alle Klassiker von Pide über Gözleme bis Kebab. Steht dem Besucher eher der Sinn nach griechischen Spezialitäten, wird er ebenfalls fündig.

Als Nachtisch sollte sich der Besucher eine Portion Dondurma nicht entgehen lassen. Das traditionelle türkische Eis schmeckt nicht nur sehr lecker. Vielmehr wird es von einer spaßigen Show begleitet, denn die Eisverkäufer geben mit ihrem Eis allerlei Kunststücke zum Besten.

Handwerkskunst

Natürlich kann der Besucher in Sirince auch bummeln gehen und das eine oder andere Souvenir erstehen. So gibt es im Ort zum Beispiel einen kleinen Juwelierladen. Er erlangte durch den Hollywood-Film „Troja“ Bekanntheit und bietet originelle Schmuckstücke an. Auch einem Glasbläser kann der Besucher über die Schulter schauen.

Neben Lederwaren und Kleidung kann sich der Besucher außerdem mit Honig und Gewürzen eindecken. Und nach dem Einkaufsbummel kann er es sich unter einem schattigen Baum gemütlich machen und ein Glas Tee genießen.

Schulmuseum

Wer sich für Geschichte interessiert und wissen möchte, wie früher die Schule in der Türkei funktionierte, sollte sich das kleine Museum am Ortseingang anschauen. Das Museum ist in einem 250 Jahre alten Haus untergebracht, das früher wirklich einmal eine Schule war. So kann der Besucher in längst vergangene Zeiten eintauchen.

Das Haus ist von einem sehr schönen Garten umgeben. Von hier aus kann der Besucher einen herrlichen Ausblick auf das Dorf genießen und seinen Blick über die malerische Landschaft schweifen lassen.

Und weil das Museum direkt am Ortseingang liegt, bietet sich ein Stopp an, um den Ausflug nach Sirince zu beginnen oder zu beenden.

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Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Ali Tiyekli, 48 Jahre, Immobilienmakler, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteuer dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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