Reisetipps für die türkische Schwarzmeerküste, 2. Teil

Reisetipps für die türkische Schwarzmeerküste, 2. Teil

Einen Urlaub in der Türkei bringen die meisten Touristen mit der Riviera und der Ägäis oder Metropolen wie Istanbul und Ankara in Verbindung. Aber auch die Schwarzmeerküste im Norden der Türkei ist ein tolles Ziel für einen Urlaub, der Baden, Kultur und wunderschöne Landschaften verknüpft. Das Gebiet erstreckt sich von der Marmara-Region im Westen bis an die Grenze zu Georgien, während nach Süden hin das Pontische Gebirge den Küstenstreifen vom restlichen Land abgrenzt.

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Reisetipps für die türkische Schwarzmeerküste, 2. Teil

Durch die besondere Lage herrscht an der türkischen Schwarzmeerküste ein mildes Klima. Das Meer, die Berge und weitläufige Haselnuss- und Teeplantagen prägen das Landschaftsbild. Gleichzeitig hat sich in der Region eine eigene Kultur entwickelt.

Mit Blick auf den internationalen Tourismus spielt die interessante Region bisher aber kaum eine Rolle. Die meisten Urlauber stammen aus dem eigenen Land. Grund genug, das zu ändern und der Gegend eine Bühne zu geben.

In einem zweiteiligen Beitrag stellen wir die türkische Schwarzmeerküste vor und verraten einige Reisetipps. Dabei haben wir im 1. Teil unsere Reise im Westen begonnen und bis in den östlichen Teil die schönsten Orte entlang der Küste besucht.

Jetzt, im 2. Teil, machen wir uns in umgekehrter Richtung auf den Rückweg durchs Pontische Gebirge im Landesinneren und schauen uns imposante Sehenswürdigkeiten an:

Im Osten sind viele Gipfel des Gebirges über 3.000 Meter hoch, während das Pontische Gebirge gegen Westen allmählich ausläuft. Zur Schwarzmeerküste hin wird der Boden dann zunehmend fruchtbar und bietet deshalb viel Anbaufläche für Tee, Haselnüsse, Oliven und Tabak.

Der Kackar Dagi

Rund 120 Kilometer südöstlich von Trabzon befindet sich mit dem Kackar Dagi der höchste Berg im östlichen Teil des pontischen Gebirges.

Kleine Bergdörfer bieten tolle Ausgangspunkte für Wanderer, die die Gegend bei Tagestouren erkunden oder bei einer mehrtägigen Wanderung den 3.932 Meter hohen Gipfel erklimmen können.

Sehenswert ist außerdem der Fluss Coruh. Er entspringt im Kackar-Gebrige und mündet kurz nach der Grenze zu Georgien ins Schwarze Meer. Der Coruh gilt als einer der weltweit besten Flüsse fürs Rafting.

Das Ayder Plateau

Nördlich des Kackar Dagi und eingebettet zwischen Kiefernwäldern breitet sich das malerische Ayder Plateau aus. Das besondere Highlight sind die bis zu 53 Grad Celsius heißen Thermalquellen.

Bereits zu Zeiten des osmanischen Reiches wurden sie für ihre heilsame Wirkung geschätzt. Und auch heute noch ist Ayder ein perfektes Ziel, wenn sich der Reisende Wellness gönnen oder eine Verletzung auskurieren möchte.

Der Uzungöl See

Der kleine Ort Uzungöl befindet sich tief in einem Tal hinter der Stadt Caykara. Einen Besuch wert ist der Ort wegen des schönen Stadtbildes. In Uzungöl wird nämlich auch heute noch ein traditioneller Baustil gepflegt.

Die wahre Sehenswürdigkeit ist aber der See. Der Uzungöl See ist rund 1.000 Meter lang und liegt überaus idyllisch zwischen zwei Berghängen, die sich steil in die Höhe erheben.

Möchte der Reisende länger bleiben und bei Wandertouren die Umgebung erkunden, findet er im Ort einige Unterkünfte.

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Das Sumela Kloster

In einer vollkommen abgeschiedenen Schlucht im Altindere Nationalpark ist in den Fels ein griechisch-orthodoxes Kloster gehauen. Das Sumela Kloster war von 1628 bis 1902 bewohnt.

Ein Brand im Jahr 1930 beschädigte das Kloster stark, danach zerfiel es immer weiter. In den 1970er-Jahren stellte die türkische Regierung das Kloster unter Schutz und nach einer aufwändigen Restaurierung wurde es für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Heute beeindruckt das Kloster durch seine besondere Bauart und die vielen aufwändigen Fresken. Gleichzeitig ist das Sumela Kloster ein bedeutsamer Wallfahrtsort von griechisch-orthodoxen Christen.

Amasya

Mit ihren rund 100.000 Einwohnern gehört Amasya zu den recht großen Städten in der türkischen Schwarzmeerregion. Die Stadt liegt gut 120 Kilometer südlich von Samsun am Fluss Yesilirmak.

Die umliegenden Berge eröffnen eine herrliche Aussicht auf die malerische Umgebung. Besonders sehenswert ist aber die Burg.

Die Grundmauern der Festung stammen aus hellenistischer Zeit, während der Großteil des übrigen Bauwerks in byzantinischer Zeit errichtet wurde. In dem Felsen unter der Burg sind fünf Kammergräber eingelassen. Hier fanden die ersten fünf Könige von Pontos ihre letzte Ruhestätte.

Safranbolu

Hinter Amasra, in der westlichen Provinz Karabük, erwarten den Reisenden sorgfältig und detailliert restaurierte Fachwerkhäuser.

Das vorbildlich erhaltene Stadtbild sorgte dafür, dass die Altstadt von Safranbolu Mitte der 1990er-Jahre in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Der Name der Stadt kommt dabei nicht von ungefähr. Denn Safranbolu gelangte seinerzeit durch den Handel mit Safran, einem der seltensten und teuersten Gewürze überhaupt, zu Wohlstand. Dieser Wohlstand spiegelte sich dann auch in den Wohnhäusern wider.

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Emine Gülcan - offizielle Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Ali Tiyekli Immobilienmakler, Malek Sahouri - Reiseblogger, Mehmet Keskin -Rechtsberater und Christian Gülcan - Gründer EG Istanbul Service, (Vermittler in D-A-CH, Unternehmer und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele wertvolle Immobilien-Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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