Reisetipps für Datca, Teil 2

Reisetipps für Datca, Teil 2

An der Halbinsel Datca treffen die Ägäis und das östliche Mittelmeer aufeinander. Die schmale Halbinsel ragt rund 50 Kilometer ins Meer hinein und bezaubert mit einer malerischen Landschaft aus zerklüfteten Felsen und Höhlen, mit Pinien bewachsenen Hügeln und Olivenhainen. Es riecht nach Meer und frischen Kräutern. Über die Halbinsel verteilen sich kleine, verschlafene Dörfer, dazu gibt es den größeren, gleichnamigen Hauptort.

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Reisetipps für Datca, Teil 2

Schon die alten Griechen waren von Datca begeistert und glaubten angesichts der Schönheit, dass Zeus persönlich die Halbinsel geschaffen haben muss. Die Reiseveranstalter hingegen hatten Datca lange Zeit kaum auf dem Schirm. Erst mit dem aufkommenden Yacht-Tourismus an der Ägäis entdeckten immer mehr Urlauber die Halbinsel für sich.

Inzwischen ist das touristische Angebot gut ausgebaut. Verglichen mit den großen Badeorten, ist es in Datca aber nach wie vor beschaulich. In einem zweiteiligen Beitrag geben wir Reisetipps für Datca. Dabei ging es in Teil 1 kurz um die Geschichte, die beste Reisezeit und die Unterkünfte.

Hier ist Teil 2!:

Die Anreise nach Datca

Deutsche Urlauber werden meist mit dem Flugzeug anreisen. Dabei können sie zwei Flughäfen ansteuern, nämlich entweder Bodrum-Milas oder Dalaman. In der Hauptsaison gibt es von Deutschland aus Direktflüge zu beiden Flughäfen. In den Nebensaisons sind die Flüge kostengünstiger, meist erfolgt aber einen Zwischenstopp in Izmir oder Istanbul.

Für den Transfer vom Flughafen zum Hotel in Datca gibt es dann mehrere Möglichkeiten. Am schnellsten geht der Transport von Bodrum-Milas aus. Dazu fährt der Reisende vom Flughafen ins Stadtzentrum, dort zum Hafen und anschließend mit der Fähre nach Datca.

Die Fähren steuern die Nordseite der Halbinsel an und brauchen für die rund 80 Kilometer lange Strecke ungefähr zwei Stunden.

Von Dalaman aus erfolgt der Transfer auf dem Landweg. Die Schnellstraße D400 führt direkt von Dalaman bis auf die Halbinsel. Auch von Bodrum ist es zwar möglich, die Schnellstraße zu nehmen. Allerdings ist die Fahrzeit deutlich länger als mit der Fähre.

Für die Fahrt kann der Reisende einen Sammelbus, einen Privat-Transfer oder einen Mietwagen nehmen. Der Sammelbus braucht länger als ein Privat-Transfer, weil er mehrere Gäste einsammelt und verschiedene Hotels anfährt. Dafür ist das Preis-Leistungsverhältnis aber am besten.

Einen Mietwagen kann sich der Reisende an den Flughäfen, in Datca oder über das Hotel organisieren. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es keine besonders guten Verbindungen zwischen Datca und den Flughäfen. Zudem sind die Busse sehr lange unterwegs, während die Kostenersparnis minimal ausfällt.

Die Strände in Datca

Wie bei einer Halbinsel nicht anders zu erwarten, gibt es in und um Datca eine Vielzahl an Stränden und Buchten. In der Stadt Datca kann der Reisende zum Beispiel den Kumluk Strand nördlich des Hafens, den Taslik Strand südlich des Hafens oder den Hastane Alti Strand unweit des Krankenhauses aufsuchen.

Die Ovabükü Bucht bietet einen kleinen Strand, der im Sommer aber oft recht voll ist. Deutlich ruhiger geht es an der Bucht Kargi Koyu zu. Der Strand mit Sand und Kies liegt etwas außerhalb der Innenstadt und ist sowohl zu Fuß als auch mit dem Dolmus gut zu erreichen.

Segler wiederum schätzen die Hayitbükü Bucht im Westen von Datca, die mit einem Sandstrand aufwartet. Rund 25 Kilometer westlich vom Hauptort entfernt, an der Südseite der Halbinsel, befindet sich die Bucht Palamutbükü. Der Strand beginnt an einem kleinen Hafen und ist vor allem unter türkischen Gästen sehr beliebt.

Wunderschön ist auch die türkisblaue Bucht Dumuzbükü, die allerdings nur mit dem Boot zu erreichen ist. Generell ist der Reisende gut beraten, wenn er sich ein Fahrrad oder Auto ausleiht und selbst auf Erkundungstour geht.

Auf diese Weise kann er hübsche Strände und kleine Badebuchten entdecken, die sich entlang der ganzen Halbinsel verteilen.

Sehenswürdigkeiten in Datca und mögliche Ausflüge in der Umgebung

In Datca selbst lohnt es sich, durch die Altstadt zu bummeln. Das alte Datca, auf Türkisch Eski Datca, bezaubert mit malerischen, kopfsteingepflasterten Gassen und hübschen, alten Häusern. Künstler nutzen die Altstadt gerne als Wohnsitz im Sommer. Der Reisende kann in ein Café einkehren, sich entspannt zurücklehnen und das gesellige Treiben beobachten.

An der westlichen Spitze der Halbinsel befindet sich die antike Hafenstadt Knidos. Bereits in der Antike war der Ort ein beliebtes Ausflugsziel. Als kleiner Ort gestartet, wuchs Knidos schnell zu einer bedeutsamen Hafenstadt heran und wurde zum Vorläufer des heutigen Datca.

Ansonsten lässt Datca die Herzen aller Wassersportler höher schlagen. Vom malerischen Yachthafen aus starten Segelschiffe zu romantischen Buchten. Der beständige Wind sorgt für optimale Bedingungen fürs Surfen, Segeln und Kiten. Auch wer schnorcheln oder Tauchen möchte, kommt auf seine Kosten.

Gegenüber von Dacta, ungefähr auf halbem Weg nach Marmaris, befindet sich die Halbinsel Bozburun. Bekannt für die Teppichwebereien, kann sich der Reisende hier anschauen, wie ein türkischer Teppich entsteht. Schön ist auch ein Ausflug auf die griechische Insel Symi.

Von Datcas Hafen aus dauert die Fahrt etwa 50 Minuten und die Landschaften auf Symi bilden einen tollen Kontrast zur türkischen Halbinsel. Ein Tagesausflug nach Kos ist ebenfalls möglich. Das Schnellboot braucht ungefähr eine Stunde bis zu dieser griechischen Insel.

Ansonsten kann der Reisende sich natürlich Bodrum und Marmaris anschauen. Auch Pamukkale, Hierapolis und Ephesus sind immer einen Besuch wert.

Restaurants und das Nachtleben in Datca

Selbst wenn es in Datca ruhiger und beschaulicher zugeht als in anderen Badeorten, kann sich der Reisende prima ins Nachtleben stürzen. Bars, Clubs und Freiluft-Diskotheken gibt es genug. Das Angebot ist vor allem auf britische Gäste ausgerichtet. Auf deutschen Schlager oder Volksmusik wird der Reisende deshalb nicht treffen.

Die Bar- und Partymeile verläuft rund um den Hafen. Hier befinden sich auch viele Restaurants. Daneben hält die Altstadt eine schöne Auswahl an Restaurants und Cafés bereit. Auf den Speisekarten stehen sowohl türkische als auch internationale Gerichte.

Sehr gut essen kann der Reisende in den Fischrestaurants am Hafen. Serviert werden zwar überwiegend Fische und Meeresfrüchte, die nicht vor Ort gefangen wurden. Trotzdem sind die Zutaten sehr frisch und einfach köstlich.

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Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Ali Tiyekli, 48 Jahre, Immobilienmakler, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteuer dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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