Reiseführer für Cesme, Teil 3

Reiseführer für Cesme, Teil 3

Im Unterschied zu anderen Badeorten in der Türkei gibt es in Cesme kaum große Hotelanlagen mit einem All-Inclusive-Angebot. Stattdessen laden kleinere Hotels und Pensionen zu einem gemütlichen Aufenthalt ein, während zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars kulinarisch verwöhnen. Malerische Ortschaften, idyllische Weingüter, herrliche Sandstrände und interessante Sehenswürdigkeiten sorgen dafür, dass sich ein Urlaub auf der Halbinsel Cesme ganz anders gestaltet als zum Beispiel an der türkischen Riviera.

Reiseführer für Cesme, Teil 3

Unter deutschen Urlaubern gilt die Halbinsel nach wie vor als besonderer Tipp. In einem ausführlichen Reiseführer stellen wir Cesme deshalb einmal genauer vor.

Nachdem wir bereits über die Anreise, die Unterkünfte, das Klima, die Strände und die Gastronomie berichtet haben, beenden wir den Reiseführer nun mit interessanten Orten und Sehenswürdigkeiten rund um Cesme.

Burg von Cesme

In der Altstadt von Cesme befindet sich eine imposante Burganlage, die zu den Wahrzeichen der Region gehört. Die Burg wurde im 14. Jahrhundert als genuesische Festung errichtet, ihr jetziges Erscheinungsbild erhielt sie unter der Herrschaft der Osmanen.

Die Burg von Cesme ist nicht nur als architektonische und historische Stätte interessant, sondern hat auch als Kulturzentrum einiges zu bieten. Auf der Freilichtbühne innerhalb der Anlage finden regelmäßig Veranstaltungen statt.

Von Musikfestivals über Modeshows und Sportwettbewerbe bis hin zu Partys ist so ziemlich alles dabei. Außerdem kann sich der Reisende im Museum Fundstücke aus der antiken Stadt Erythrai anschauen oder einfach nur den herrlichen Ausblick auf den Hafen von Cesme genießen.

Alacati Marina

Der Hafen von Alacati liegt südöstlich von Cesme. Auch wenn der Reisende kein Bootsbesitzer oder begeisterter Segelfan ist, sollte er sich einen Besuch nicht entgehen lassen. Mit dem Port Grimaud bei St. Tropez als Vorbild, ist der Hafen wie eine Lagune angelegt und lädt zu romantischen Spaziergängen ein.

Neben Werkstätten, einem Ausrüster und einem Yachtclub finden sich in der Hafenanlage mehrere Gastronomiebetriebe. Vor allem die Fischrestaurants punkten mit köstlichen Angeboten. Im Süden des Hafens gibt es einen Strand, der unter Windsurfern sehr beliebt ist.

Pazaryeri Camii Moschee

Mitten im historischen Ortskern von Alacati steht mit der Pazaryeri Camii Moschee eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Moschee zeugt von der griechischen Vergangenheit. Denn der Sakralbau entstand in den 1830er-Jahren als Agios Konstantinos Kirche und wurde erst rund 100 Jahre später zu einer Moschee.

Das Gebäude ist ein eindrucksvolles Bauwerk aus Sandstein und kennzeichnet sich durch imposante Rundbögen, Marmorsäulen und ein Minarett. Stufen auf beiden Seiten führen in die Moschee.

Im Inneren trifft der Reisende auf wunderschöne Ornamente, schmuckvolle Verzierungen in Gold und Gemälde von historischen Personen aus dem alten Griechenland.

Markt von Alacati

Nicht weit von der Pazaryeri Camii Moschee entfernt, findet jeden Samstag ein bunter Basar statt. Eingebettet in die für Alacati typische griechisch-türkische Architektur des 19. Jahrhunderts, startet das Marktgeschehen mit einer Fischauktion. Die Einheimischen feilschen lautstark und nach alter Tradition um die fangfrischen Meerestiere.

An den Lebensmittelständen bieten die Händler Melonen, Gemüse, getrocknete Kräuter und feine Konfitüren an. Der Reisende kann regionale Spezialitäten probieren, während der Duft von Lavendel und frischer Minze in der Luft liegt. Ein paar Meter weiter warten farbenfrohe Stoffe, Textilien und Lederwaren auf Abnehmer.

Auf dem Markt hat der Reisende die Möglichkeit, in das bunte Treiben auf einem Basar einzutauchen und sich mit jeder Menge Souvenirs einzudecken. Hat er danach noch immer nicht genug vom Einkaufen, kann er seine Tour in den hübschen Boutiquen und Antiquitätenläden in den Nebenstraßen rund um den Marktplatz fortsetzen.

Windmühlen von Alacati

Die pittoresken Straßen und Gassen von Alacati mit ihren bunten Häusern und dem Kopfsteinpflaster laden dazu ein, entspannt zu bummeln und die tolle Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Grandiose Fotomotive unterwegs sind dabei garantiert. Die mit am häufigsten fotografierten Bauwerke sind aber die Windmühlen. Sie stehen auf einer Anhöhe über der Stadt am Ende einer Straße. Dadurch sind sie von vielen Stellen aus zu sehen, während sich oben eine tolle Aussicht auf Alacati eröffnet.

Die Windmühlen wurden fachmännisch restauriert und sind in einen wunderschönen Garten eingebettet. Der Garten heißt Yeldegirmenleri Park und wurde 2016 fertiggestellt. Es gibt mehrere Eingänge in das Areal. Einer davon ist der Degirmenalti-Platz, wo der Reisende in idyllischer Kulisse eine kleine Verschnaufpause einlegen kann.

Schon tagsüber sorgen die Windmühlen für einen tollen Anblick. Besonders schön ist das Bild aber nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Bauwerke durch die Beleuchtung in Szene gesetzt sind und noch einmal einen ganz besonderen Reiz entfalten.

Auch der Blick auf die Stadt, die einem Meer aus bunten Lichtern gleicht, sorgt für romantische Momente.

Weingüter in Urla

Bereits in der Antike wurde in der Region um Urla Wein angebaut. Steinreliefe und Tafeln mit Keilschriften der Hethiter berichten über den florierenden Weinbau um 4000 vor Christus. Bis heute  punktet Urla mit malerischen Weinbergen, urigen Weingütern und erstklassigen Weinen. So wurde zum Beispiel der Urla Chardonnay mehrfach ausgezeichnet.

Vor Ort kann der Reisende die Produktionsstätten besichtigen und sich über die Reben und den Weinbau informieren. Natürlich kann er auch einige Weinsorten probieren und sich die eine oder andere Flasche für Zuhause mitnehmen.

Doch auch wenn der Reisende kein Weinliebhaber ist, ist der Ausflug in die grünen Weinberge ein schöner Kontrast zu einem Tag am Meer.

Ruinen von Erythrai

Rund 20 Kilometer nordöstlich von Cesme kann der Reisende die Ruinen der antiken Stadt Erythrai besichtigen. Innerhalb des Ionischen Bundes war Erythrai im 7. Jahrhundert vor Christus politisch bedeutsam.

Die Stadtväter kamen vermutlich aus Kreta, später wurde die Stadt Teil der römischen Provinz Asia. Um 130 vor Christus erlebte Erythrai einerseits Erdbeben und andererseits Plünderungen. Diese Ereignisse besiegelten letztlich ihren Untergang.

Bei Ausgrabungen wurden verschiedenste Fundstücke entdeckt. Dazu gehören Grabsteine, Götterstatuen, Büsten aus Marmor, Amphoren und Münzen. Diese Exponate befinden sich im Archäologischen Museum, das in der Burg von Cesme beherbergt ist.

Vor Ort kann sich der Reisende die Ruinen der Stadtmauer, eines Theaters und eines Prunk-Grabes anschauen. Lässt er seinen Blick schweifen, sieht er außerdem die griechische Insel Chios, die nur rund 13 Kilometer entfernt ist.

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Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Ali Tiyekli, 48 Jahre, Immobilienmakler, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteuer dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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