Kompakter Reiseführer für Didim, Teil 2

Kompakter Reiseführer für Didim, Teil 2

Der Goldstrand, Segelreviere, ein pulsierendes Nachtleben, geschichtsträchtige Stätten: Didim hat alles zu bieten, was es für einen gelungenen Urlaub braucht. Doch vielen deutschen Gästen ist der Badeort an der Türkischen Ägäis bislang kein Begriff. Das wollen wir ändern! In einem kompakten Reiseführer stellen wir Didim vor. Dabei ging es in Teil 1 um die beste Reisezeit, die Anreise und die Unterkünfte.

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Kompakter Reiseführer für Didim, Teil 2

Hier ist Teil 2!:

Die Strände in Didim

Der berühmteste Strand in Didim ist der Altikum, der Goldstrand. Tatsächlich scheiden sich an diesem Strand aber die Geister. Die einen lieben den feinsandigen Strand, der herrlich flach abfällt und mit einem großen Angebot an Aktivitäten punktet. Aus Sicht der anderen ist der Altikum ein völliger überlaufener, viel zu lauter und von Hotels und Apartmenthäusern zugepflasterter Strandabschnitt. Am Ende bleibt es wohl eine Frage des Geschmacks.

Doch Didim wäre natürlich kein echter Badeort, wenn es nur diesen Strand gäbe. Eine Alternative sind zum Beispiel die Marina Strände beidseits des Hafens von Didim. Rund drei Kilometer vom Goldstrand entfernt, geht es an den Marina Stränden ruhiger zu.

Auch hier fällt der Sandstrand flach ins Wasser ab und die Wellen sind niedrig. Am Strand im Osten der Marina gibt es eine Tauchschule.

Etwa zwei Kilometer weiter befindet sich die Monastir Koyu. Die kleine Badebuch bietet einen feinen Sandstrand mit niedrigen Wellen, der sehr flach abfällt. Der Tourist kann weit im Meer noch stehen. Deshalb eignet sich die Monastir Koyu auch für einen Strandtag mit Kindern. Ein Pluspunkt ist außerdem, dass die Bucht schön ruhig ist. Die touristische Infrastruktur besteht aus gerade einmal einem kleinen Restaurant.

Ein weiterer Strand, der einen Besuch wert ist, ist die Akbük Bucht. Der Sandstrand liegt ungefähr zehn Kilometer von Didim entfernt und ist längst nicht so überlaufen wie der Goldstrand. Neben den öffentlichen Stränden verteilen sich auf dem Weg von Didim nach Akbük außerdem verschiedene Strandabschnitte, die zu Hotels und Ferienanlagen gehören und für deren Gäste reserviert sind.

Das Nachtleben in Didim

Vor allem im südwestlichen Teil der Altikum Bucht reihen sich zahlreiche Pubs, Bars, Clubs und Freiluftdiskotheken aneinander. Viele Läden öffnen in den frühen Abendstunden und laden dazu ein, die Nacht bis in den Morgen hinein durchzufeiern.

Dabei sind die Bars und Clubs gut besucht, sowohl von Touristen aus aller Welt als auch von Einheimischen. Langweilig wird es also bestimmt nicht.

Die größte Gruppe der Gäste bilden britische Touristen. Deshalb ist das Programm auch in erster Linie auf britisches Publikum ausgerichtet. Gleiches gilt für die Speisekarten in den Restaurants. Neben türkischer Küche bietet zum Beispiel fast jedes Restaurant ein englisches Frühstück an.

Möchte der Tourist typisch türkische Gerichte oder Fisch essen, findet er an der westlichen Marina einige gute Adressen.

Die Sehenswürdigkeiten in und um Didim

Möchte der Tourist seine Zeit nicht nur am Strand verbringen, lädt der Basar von Didim zu einem gemütlichen Bummel ein. Auf dem Markt bieten die Bauern aus der Region ihre Produkte an. Dazu kommen Textilien und die klassischen Souvenirs.

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Daneben kann der Tourist den Lunapark besuchen. Der Lunapark ist ein kleiner Freizeitpark und befindet sich rund einen Kilometer vom Goldstrand entfernt. Sehenswert sind auch die Akköy-Lagunen. Vor allem wer sich für Tiere begeistert, kommt hier auf seine Kosten. In den Lagunen sind nämlich Flamingos, Pelikane und Falken zu Hause.

Ein wahres Highlight und ein echtes Muss für alle, die sich für die Antike interessieren, sind aber die Ruinen von Didyma mit dem Apollon Tempel und Milet. Didyma ist die größte Tempelanlage der Antike in Kleinasien. Auch als Orakel des Ostens bezeichnet, war Didyma neben Delphi eine der wichtigsten Orakelstätten der alten Griechen. Dabei war Didyma nie eine Stadt, sondern stand ganz im Kult um den Gott Apollon.

Schon vor mehr als drei Jahrtausenden gab es hier ein Heiligtum, in dem die Erdmutter Gaia verehrt wurde. Später wurde der Kult um Gaia auf die Zwillingsgötter Artemis und Apollon übertragen. Denn die alten Griechen glaubten, dass Zeus die beiden Götter in Didyma zeugte.

Alle Besucher, die in das Orakel kamen, um nach Rat zu fragen, mussten eine Spende hinterlassen. So hatten die Priester rasch das Geld für einen Tempel zu Ehren Apollons zusammen.

Der erste Apollon-Tempel war zügig errichtet, wurde aber schon kurze Zeit später von den Persern zerstört. Nachdem die Perser vertrieben waren, sollte ein neuer Tempel entstehen. Und er sollte der größte und prächtigste Tempel in Kleinasien werden. Über 120 Säulen, die jeweils 20 Meter hoch waren, sollten den Tempel zieren. Allerdings wurde der Prachtbau nie fertiggestellt.

Der immense Arbeitsaufwand, sehr hohe Kosten, aber auch Kriege stoppten die Bauarbeiten immer wieder. Später wurde das Christentum zur Religion im Römischen Reich. Dadurch wurde der hellenistische Apollon-Tempel schlicht überflüssig. Seine Ruine diente dann als Kirche und Festung.

Didyma war durch eine 16 Kilometer lange Prachtstraße mit Milet verbunden. Milet verwaltete die Kultstätte auch. Philosophen ist Milet natürlich ein Begriff. Denn der Ort gilt als die Geburtsstätte der griechischen Philosophie und des rationalen Denkens im wissenschaftlichen Sinne. Ein großes Theater, der Löwenhafen und Thermen gehören zu den Sehenswürdigkeiten, die sich der Tourist in Milet anschauen kann.

Das Dorf Didim ist im Laufe der Zeit um die Ruinen von Didyma herum gewachsen. Erst der türkisch-griechische Krieg im Jahr 1923 führte dazu, dass die Griechen den Ort verließen. Heute sind in den alten Steinhäusern in der Altstadt Bars, Restaurants und Geschäfte untergebracht. Als touristischer Badeort hat sich Didim abseits der Altstadt in Richtung Goldstrand ausgedehnt.

Ein schönes Ausflugsziel im Umkreis von Didim ist auch die Mäander-Ebene. Einst war hier das Meer. Im Laufe der Jahrtausende schüttete der Fluss Mäander aber immer mehr Land auf, so dass heute nur noch ein See übrig belieben ist. Dieser See ist der Bafa-See und im Norden gibt es eine kleine Insel, auf der die Überreste eines byzantinischen Klosters sehen.

Das Zentrum der Mäander-Ebene ist Söke. Die Stadt verzaubert mit charmanten kleinen Gässchen, urigen Teestuben und einfachen Restaurants mit traditioneller türkischer Küche. So kann der Tourist einen echten Kontrast zum touristischen Didim erleben.

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Emine Gülcan, 46 Jahre, Immobilienmaklerin in Istanbul und Marmaris, Ali Tiyekli, 48 Jahre, Immobilienmakler, Malek Sahouri, 35 Jahre, Reiseblogger, Mehmet Keskin, 42 Jahre, Rechtsberater und Christian Gülcan, Betreiber und Redakteuer dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zu den Immobilienerwerb in Istanbul bzw. in der Türkei, geben viele Tipps und Reiseinformationen für die Region.

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