Der Bosporus in Istanbul

Der Bosporus in Istanbul

 

Der Bosporus ist nicht nur irgendeine Meerenge. Stattdessen ist er die Verbindung zwischen dem Schwarzen Meer und dem Marmarameer und die Verbindung zwischen Europa und Asien. Tag für Tag überquert rund ein Viertel der Istanbuler Einwohner den Bosporus, um so vom asiatischen in den europäischen Teil der Metropole zu gelangen und umgekehrt.

 

Der Bosporus in Istanbul bietet frischen Fisch…

In den ganz frühen Morgenstunden prägen kleine Fischerboote das Bild. Um das Risiko eines Unfalls mit einem der großen Schiffe zu minimieren, sind sie meist in Gruppen auf dem Bosporus unterwegs. Das ist zwar eigentlich verboten, in den tiefen Fahrwassern ist die Aussicht auf einen guten Fang aber einfach am größten.

Pünktlich zu dem Zeitpunkt, an dem die ersten Pendler ihren Weg zur Arbeit antreten, sind die Fischer zurück an den Ufern und bieten ihren fangfrischen Fisch zum Kauf feil. Etwa zur gleichen Zeit bauen sich die ersten Angler auf der Galata-Brücke auf.

Die Galata-Brücke überquert das Goldene Horn, einen Seitenarm der Meerenge. Auf zwei Stockwerken dreht sich hier alles um Fisch. So bieten die Geschäfte ein riesiges Sortiment an Angelzubehör aller Art. Und wer nicht selbst zu Angelrute und Kochtopf greifen möchte, kann in eines der vielen Fischrestaurants einkehren und sich dort verwöhnen lassen.

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… Brücken und Fähren…

In Richtung Schwarzes Meer gibt es zwei weitere Brücken, die den Bosporus überspannen. Doch obwohl die eine Brücke sechsspurig und die andere Brücke sogar achtspurig ist, reichen die Brücken nicht aus, um dem enormen Verkehrsaufkommen in Istanbul Herr zu werden.

Deshalb wurde mit dem Bau eines Tunnels begonnen, die Bauzeit betrug rund acht Jahre. Seit Ende Oktober 2013 ist die unterirdische Verbindung zwischen dem europäischen und dem asiatischen Teil der Stadt in Betrieb. Ganz fertig ist das Bauprojekt bislang aber noch nicht. Trotzdem lässt sich der Stau auf den Brücken umgehen, denn es gibt ja auch noch die Fähren.

An den Kais von Eminönu beispielsweise stehen die Schiffe bereit, die Einheimische und Touristen von einem Ufer ans andere bringen. Seit einiger Zeit mischen sich immer mehr Katamarane unter die Fähren, die die Überfahrt sehr viel schneller bewältigen. Viele bleiben den guten alten Dieselfähren aber treu. Diese tuckern gemächlich über den Bosporus und so bleibt genug Zeit, um ein Glas Tee zu trinken, die Zeitung zu lesen oder einfach nur genüsslich das Treiben auf der Meerenge zu beobachten.

 

… unzählige Schiffe…

Der Bosporus schlängelt sich auf einer Länge von rund 32 Kilometern durch die türkische Metropole. An der breitesten Stelle ist er über 3 Kilometer breit, an der schmalsten Stelle sind es gut 650 Meter.

Jeden Tag nutzen mehr als 2.500 Wasserfahrzeuge den Bosporus, von kleinen Fischerbooten und einfachen Barkassen über größere Fähren und Luxusyachten bis hin zu Tankern, stattlichen Kreuzfahrtschiffen und riesigen Containerschiffen ist alles dabei. Dies macht den Bosporus zu einer der am meisten befahrenen Meerengen weltweit.

Gleichzeitig hat der Bosporus durchaus seine Tücken. Vor allem im Winter können die starken Strömungen und Gegenströmungen zur Herausforderung werden. Doch obwohl die sichere Durchfahrt einiges an Können erfordert, rund die Hälfte aller Kapitäne aus Kostengründen auf die Hilfe von ortskundigen Lotsen verzichtet und es immer wieder zu Unfällen kommt, ist Istanbul von einem größeren Schiffsunglück bisher verschont geblieben. 

 

… prächtige Villen und herrliche Promenaden.

An den Ufern der Wasserstraße reihen sich schmucke Wohnhäuser, prächtige Villen, imposante Paläste und wunderbare Parkanlagen aneinander. Die ersten, die die Ufer des Bosporus als attraktive Wohngegend für sich entdeckten, waren die Griechen.

Im 7. Jahrhundert gründeten sie auf der asiatischen Seite eine Siedlung und nannten den Ort Chalcedon. Heute gehört der Ort, der inzwischen Kadiköy heißt, zu den beliebtesten Vierteln Istanbuls. Anders als im europäischen Teil, dem früheren Byzanz, ist die Anzahl an historischen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten hier zwar niedriger. Aber dafür hat der pulsierende Stadtteil ein buntes Angebot an Cafés, Restaurants, Bars und Märkten zu bieten. Zudem sind die Mieten in den Wohnvierteln, die hinter dem legendären Bahnhof Haydarpaşa beginnen, günstiger als auf der anderen Seite.

Generell stand eine Wohnung direkt am Bosporus schon immer ganz weit oben auf der Wunschliste der meisten Istanbuler Einwohner. Doch schon seit jeher konnten sich nur diejenigen diesen Wunsch erfüllen, die das notwendige Kleingeld mitbrachten.

Und so prägen herrliche Villen das Bild an den Ufern des Bosporus. Auf der europäischen Seite sind sie oft etwas moderner gehalten, während auf der asiatischen Seite noch viele prächtige Holzvillen aus osmanischen Zeiten zu finden sind. Aber auch wenn das Budget für eine Wohnung oder ein Haus am Ufer nicht reicht, muss nicht auf unterhaltsames Vergnügen verzichtet werden. Die wunderbaren Uferpromenaden mit ihren unzähligen Cafés, Restaurants, Teegärten und romantischen Parks stehen nämlich jedem offen.

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