2 beeindruckende, aber kaum bekannte Sehenswürdigkeiten in Istanbul

2 beeindruckende, aber kaum bekannte Sehenswürdigkeiten in Istanbul 

Die Hagia Sophia, die Blaue Moschee, der Topkapi-Palast, der Galataturm – die Liste an Sehenswürdigkeiten in Istanbul ließe sich noch sehr, sehr lange fortsetzen. Doch als wäre das noch nicht genug, hat die türkische Metropole am Bosporus auch ein paar Highlights zu bieten, die in den Sightseeing-Vorschlägen der Reiseführer nicht unbedingt ganz oben auftauchen.

Dabei sind es oft diese versteckten Schätzchen, die unvergesslich bleiben.

Zwei solcher wirklich beeindruckenden,
aber kaum bekannten Sehenswürdigkeiten in Istanbul stellt dieser Beitrag vor:

 

Die Yerebatan Sarnici

Die Yerebatan Sarnici wird auch Cisterna Basilica oder Versunkener Palast genannt. Den Auftrag für die Zisterne soll Kaiser Konstantin gegeben haben, für den Bau ist aber Kaiser Justinian verantwortlich. Er ließ die 138 Meter lange und 65 Meter breite Zisterne ab 532 als Wasserspeicher für den Großen Palast errichten. Die Bauzeit betrug vermutlich um die zehn Jahre. Das Ergebnis war eine unterirdische Zisterne mit einem Fassungsvermögen von rund 80.000 Kubikmetern Wasser.

Das Gewölbe wird von 336 jeweils acht Meter hohen Säulen getragen, die in zwölf Reihen aus je 28 Säulen angeordnet sind. Das Wasser floss über Viadukte aus dem Belgrader Wald westlich von Istanbul in die Zisterne und versorgte so den kaiserlichen Haushalt mit Wasser in bester Qualität. Direkt über der Zisterne stand eine große Basilika, deshalb der Name Cisterna Basilica. Bis heute hat die Zisterne nichts von ihrer beeindruckenden Optik verloren.

Während im Wasser fast weiße Fische ihre Bahnen ziehen, können im nordwestlichen Teil Reliefe mit umgedrehten Medusenköpfen besichtigt werden. Für unvergessliche Momente und ein stimmungsvolles, fast mystisches Ambiente sorgen zudem die herrlichen Lichtspiele und die klassische Musik, die aus den Lautsprechern erklingt.

Die Yerebatan Zisterne lässt aber auch die Herzen von Film- und Literatur-Fans höher schlagen. Schließlich war sie Schauplatz in zahlreichen Szenen. So ist sie unter anderem im James-Bond-Film Liebesgrüße aus Moskau und im Jackie-Chan-Film Spion wider Willen zu sehen. Daneben ist sie ein Schauplatz in Hülya Özkans Roman Istanbul sehen und sterben und in Dan Browns Roman Inferno.

 

Die Yeralti Camii

In Istanbul gibt es unzählige Moscheen, darunter berühmte und geschichtsträchtige Gotteshäuser, wunderschöne Prunkbauten und bedeutsame Pilgerstätten genauso wie vergleichsweise schlichte Gebetsstätten. Unter all den vielen Moscheen findet sich auch die Yeralti Camii, die durch ihre Lage so einzigartig ist.

Der Name bedeutet übersetzt unterirdische Moschee und verrät damit die Besonderheit. Die Yeralti Camii ist nämlich die einzige Moschee in Istanbul, die sich unter der Erde befindet.

Die Moschee ist an der Stelle zu finden, an der einst die Burg von Galata thronte. Die Legende besagt, dass hier früher einmal eine riesige Kette verankert war, die im Wasser gespannt wurde und so verhinderte, dass fremde Schiffe ins Goldene Horn vorstießen. Als die Osmanen Istanbul eroberten, wurde die Burg von Galata zerstört. Nur das Kellergewölbe blieb erhalten. In der Folgezeit diente der Burgkeller als Waffen- und Munitionslager.

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1640 erschienen einem Derwisch die Stellen, an denen sich die Gräber zweier arabischer Krieger befinden sollen. Die beiden Krieger sollen im 7. Jahrhundert n. Chr. getötet worden sein, als Konstantinopel zum ersten Mal belagert worden war. Da die beiden Krieger als Heilige verehrt werden, wurden an den Stellen ihrer Gräber Schreine errichtet. Dies wiederum soll dazu geführt haben, dass die unterirdische Moschee gegründet wurde. Ob diese Sage stimmt oder ins Reich der Mythen und Legenden gehört, sei dahingestellt. Jedenfalls wird der einstige Keller der Burg von Galata seit 1757 als Moschee genutzt.

Die Yeralti Camii ist nicht weit vom Bootsanleger in Karaköy entfernt. Das Haus, das über der unterirdischen Moschee errichtet wurde, liegt an der Kemankes Caddesi und von hier aus führen zwei Parallelstraßen zu den Eingängen der Gruft. Mehrere quadratische Säulen tragen das Kellergewölbe und schaffen gleichzeitig kleine Rückzugsorte für ein persönliches Gebet. Eine Seitenkapelle beherbergt die Gräber der beiden arabischen Krieger mit ihren prächtig geschmückten und in grünes Licht getauchten Sarkophagen. 

 

Ein paar Hinweise zu Moschee-Besuchen

Fast alle Moscheen in Istanbul sind für Touristen geöffnet und Gäste sind gerne gesehen. Trotzdem ist und bleibt eine Moschee ein Gotteshaus und eine Gebetsstätte. Ein respektvolles Benehmen sollte deshalb selbstverständlich sein. Sich lautstark zu unterhalten, sein Handy minutenlang klingeln zu lassen oder wild durch die Gegend zu hüpfen, gehört sich einfach nicht und würde auch hierzulande in einer Kirche nicht gebilligt werden.

Daneben sollten aber noch folgende Punkte beachtet werden, wobei es auch hier durchaus die eine oder andere Parallele zum angemessenen Verhalten in einem Gotteshaus hierzulande gibt:

·         Während der Gebetszeiten ist eine Besichtigung tabu. Es spricht natürlich nichts dagegen, als Gläubiger am Gebet teilzunehmen. Erkundungstouren durch das Gotteshaus müssen aber warten.

·         Wer eine Moschee besichtigen möchte, sollte ein Outfit wählen, bei dem die Schultern und die Knie bedeckt sind. Frauen sollten außerdem ein Kopftuch umlegen. Vor den großen Moscheen liegen meist Tücher und Kleidungsstücke bereit, die für den Moschee-Besuch ausgeliehen werden können. Stehen Moscheen außerhalb der typischen Touristenpfade auf dem Programm, sollte sich der Reisende aber angemessen angezogen auf den Weg machen.

·         Eine Moschee wird grundsätzlich ohne Schuhe betreten. Oft gibt es Regale, in denen die Schuhe abgestellt werden können. Wer möchte, kann seine Schuhe aber auch in eine Tasche stecken und bei sich tragen.

In den meisten Moscheen ist es erlaubt, Fotos zu machen oder zu filmen. Mitunter muss aber die Blitzfunktion ausgeschaltet werden. Tabu ist allerdings, Personen beim Gebet aufzunehmen. Generell sollte der Besucher darauf achten, Betende nicht zu stören.

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